Die Wirtschaft befürchtet massive Nachteile durch die Ausweitung der Gebührenpflicht beim Parken, denn immer mehr Geschäfte stehen leer. Über 60 Betriebe in der Innenstadt haben sich in einem offenen Brief bereits gegen diese Pläne ausgesprochen.
Die geplante Ausweitung der gebührenpflichtigen blauen Kurzparkzone sorgt in Mödling weiter für Diskussionen. Die Bürgerinitiative „Parken in Mödling“ hat bereits rund 900 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt. Auch rund 60 Betriebe aus der Fußgängerzone sprechen sich in einem offenen Brief gegen die Ausweitung aus.
Gebühren für Parken: auch für Angestellte ein Problem
Die Wirtschaft befürchtet Nachteile durch weniger Parkmöglichkeiten. „Frequenz ist das höchste Gut“, betont ÖVP-Stadtparteiobmann Gert Zaunbauer von der ÖVP, der darauf verweist, dass Leerstände immer mehr werden.
Auch Wirtschaftsbund-Obmann Matthias Pfeiler warnt vor Problemen für Kunden, aber auch für Mitarbeiter. „Betriebe bekommen Probleme mit ihren Angestellten, weil diese dann keine Gratisparkplätze mehr finden“. Denn täglich pendeln etwa 8200 Arbeitnehmer nach Mödling.

Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe: Leerstände haben viele Ursachen
Vizebürgermeister Rainer Praschak widerspricht allerdings dem Eindruck, dass die Innenstadt vor einem massiven Leerstandsproblem stehe. Dass derzeit einige Geschäftslokale leer stehen, räumt jedoch die Stadt ein. Die Ursachen seien vielfältig: Onlinehandel, wirtschaftliche Lage, Kaufzurückhaltung, Pensionierungen und Betreiberwechsel.
Bei mehreren derzeit leer wirkenden Lokalen gibt es bereits neue Betreiber oder konkrete Nachnutzungen.
Grüner Vizebürgermeister Rainer Praschak
Mit der neuen Kurzparkregelung könnten die aktuellen Leerstände jedenfalls nicht zusammenhängen, da diese noch gar nicht in Kraft sei, betont Praschak.
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