Für ein internationales Reitturnier im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn werden 1500 Tonnen Quarzsand aus Melk angeliefert. Ein Spezialbetrieb mischt daraus den Boden, auf dem mehr als 200 Spitzenreiter antreten werden. „Krone“-Leser können das Longines Global-Champion-Turnier miterleben ...
Die Vorbereitungen für das Longines Global Champions-Turnier, bei der die „Krone“ Medienpartner ist, laufen. Der Boden für die große Bühne des internationalen Pferdesports nimmt seinen Anfang in Melk. Insgesamt 1500 Tonnen Quarzsand verlassen das dortige Werk in 60 Lkw-Ladungen. Ihr Ziel liegt in Wien, es ist der Ehrenhof von Schloss Schönbrunn.
Eigene Rezeptur für den Reitboden
Mit dem Abladen allein ist es allerdings nicht getan. Der oberösterreichische Reitplatzhersteller RIPRO mischt den Melker Quarzsand nach eigener Rezeptur zum speziellen Reitboden. Im Ehrenhof wird dieser verteilt, eingearbeitet und immer wieder eingeebnet, bis eine gleichmäßige und belastbare Oberfläche entsteht.
Von 24. bis 27. September treten dort mehr als 200 internationale Spitzenreiter an. Neben den Springbewerben wird erstmals auch Dressur auf Vier-Sterne-Niveau ausgetragen. Der Boden muss damit während vier intensiver Turniertage den Anforderungen zweier olympischer Disziplinen standhalten.
Die Oberfläche müsse den Pferden Sicherheit und Halt bieten, zugleich aber ein sicheres Abfußen und präzise Bewegungen ermöglichen, erklärt Helmut Morbitzer, Mitveranstalter und ehemaliger Olympiareiter.
Bei einem Turnier dieser Größenordnung ist der Boden eine der wichtigsten sportlichen Voraussetzungen.
Helmut Morbitzer, Mitveranstalter und ehemaliger Olympiareiter
Sand wird später weiterverwendet
Für die laufende Pflege kommt ein Traktor zum Einsatz. Er lockert und nivelliert den Boden vor und während der Veranstaltung, damit auf der gesamten Fläche möglichst konstante Bedingungen herrschen.
Nach dem letzten Bewerb endet die Reise des Melker Sands noch nicht. Der Turnierboden wird wieder aufgenommen und an Reitställe weitergegeben. Dort soll er auf bestehenden Reitplätzen weiterverwendet werden.
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