Neuer „Adel“. Eine lebhafte Diskussion unter den „Krone“-Lesern entwickelte sich auf meinen Kommentar und Newsletter am Freitag. Rund um die angeschlagenen Spitzen der Regierung und der beiden einstigen Großparteien ÖVP und SPÖ hatte ich angemerkt, dass ein von vielen auch in ihren Parteien herbeigesehnter Austausch von Christian Stocker und vor allem Andreas Babler allein schon aufgrund mangelnder Kronprinzen oder Kronprinzessinnen gar nicht leicht möglich sei. Dazu hatte ich auch gemeint, wenn man an Königshäuser denke, müsse man sich auch daran erinnern, dass mangels Thronfolgern schon manche Dynastien ausgestorben sind. Diesen Ball nimmt etwa ein Online-Poster auf, der findet, dass sich die ehemaligen Großparteien in den letzten Jahrzehnten im Selbstverständnis tatsächlich zum neuen „Adel“ entwickelt hätten, „der sich alles richtet, mit einer Art ,Erbrecht´ an Funktionen und Posten festhält, Günstlinge bevorzugt, und für die Partei-,Familie´sorgt“. Ein Statement, das zum Nachdenken anregt.
„Unfähigste am Ruder“. Normalerweise sei die Zeit dieser „Kaiser, Könige und Prinzregenten“ längst vorbei, nur bei uns halte sich diese „fast ausgestorbene Spezies der Parteimenschen immer noch“ und ließe sich „vom Futtertrog nicht verscheuchen, komme was wolle“, meint ein anderer. Ein weiterer postet: „Ja was will man denn? Jeder, der sich in einer Partei hochgeboxt hat, tut in der Folge alles, um gute Leute, die ihm gefährlich werden könnten, unten zu halten. Nunmehr sind die Unfähigsten am Ruder und es rächt sich, dass der Nachwuchs fehlt. Das ist doch nichts Neues.“ Hart! Andererseits schlägt eine weitere Posterin/ein Poster vor: „Die Kritiker in den eigenen Reihen sollen übernehmen. Das sollte das Problem lösen, weil sie ja gescheiter zu sein scheinen.“ Hat auch etwas für sich, oder?
Kommen Sie gut durch den Samstag!
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