Den Vorwurf möglicher Kriegsverbrechen im Iran-Krieg lässt die US-Regierung nicht auf sich sitzen. Der Iran sei die einzige Partei in dem aktuellen Konflikt, die Kriegsverbrechen begangen habe, hielt die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, am Donnerstag zum Bericht einer UN-Untersuchungskommission fest.
Das US-Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht einer externen Organisation ab. „Unsere Untersuchung dauert an, und wir haben im Moment nichts anzukündigen“, teilte das Pentagon diesbezüglich mit. Die UN-Missionen sind Untersuchungsgremien und keine Justizbehörden. Ihre Erkenntnisse können jedoch in strafrechtliche Ermittlungen nationaler Gerichte oder internationaler Tribunale wie dem Internationalen Strafgerichtshof einfließen.
Der Bericht der UN-Mission untersucht das Vorgehen der USA in dem seit Februar andauernden Iran-Krieg sowie die Reaktion der Regierung in Teheran auf die landesweiten Unruhen. In der Untersuchung wird festgehalten, dass es hinreichende Gründe für die Annahme gebe, dass die USA für zwei Militärschläge gegen eine Schule und eine Sportstätte im Iran im Februar verantwortlich seien.
Mehr als 160 Schulkinder getötet
Diese Angriffe seien Kriegsverbrechen, heißt es. Nach iranischen Angaben wurden beim Angriff auf eine Mädchenschule mehr als 160 Schulkinder getötet. Zu einem ähnlichen Schluss kam die Kommission bei einem Angriff auf ein Sportzentrum in Lamerd, bei dem 22 Zivilisten getötet oder verletzt wurden. Beim Vorgehen des Mullah-Regimes gegen die Proteste sei es wiederum zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit gekommen, ist im Bericht zu lesen.
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