Tausende Anrufe mehr

Hitzesommer mit mehr Notfällen am Berg und im Tal

Tirol
18.09.2026 08:00

Es war ein Sommer der Temperaturrekorde. Und es war ein Sommer, der Feuerwehren, Bergretter, Flugretter und andere Helfer sehr gefordert hat. In Tirol verzeichnete die Leitstelle 10.000 Anrufe mehr als im Vorjahr. Die Hitze war aber nur ein Grund dafür. 

Die Leitstelle Tirol koordiniert mit einem Team aus rund 100 Mitarbeitern die Einsätze von Feuerwehr, Rettung, Alpinpolizei, Berg- und Wasserrettung, Grubenwehr und Notarzthubschraubern. Sie verzeichnete zwischen 1. Mai und 15. September 88.800 Anrufe, um rund 10.000 mehr als im Sommer 2025.

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Waldbrände sowie Muren- und Unwetterereignisse, unter anderem im Pitz- und Ötztal, sorgten für ein erhöhtes Einsatzaufkommen.

Bernd Noggler, Geschäftsführer Leitstelle Tirol

Mehr Waldbrände und erschöpfte Wanderer
„Die große Hitze hat nicht nur bei Rettungsdiensten, sondern auch bei Feuerwehren und Bergrettern für deutlich mehr Alarmierungen gesorgt“, zählt Leitstellen-Geschäftsführer Bernd Noggler im Gespräch mit der „Krone“ auf. Noggler führt Notsituationen wie Waldbrände und Wanderer mit Kreislaufproblemen ins Treffen, die unmittelbar mit der anhaltenden Hitze zu tun hatten.

In Summe wurden Rettungsdienste 54.547-mal alarmiert (plus 2150 Fälle), Bergretter 2020-mal (plus 374), Notarzthubschrauber 3281-mal (plus 210), Feuerwehren 7044-mal (plus 518) und die Wasserrettung 128-mal (plus 7). Mehr Frequenz auf den Bergen und eine älter werdende Gesellschaft würden ebenfalls zum Anstieg der Notrufe beitragen, wie Noggler ergänzt.

Die rund 100 Mitarbeiter der Leitstelle hatten in diesem Sommer viel zu koordinieren.
Die rund 100 Mitarbeiter der Leitstelle hatten in diesem Sommer viel zu koordinieren.(Bild: Land Tirol/Brandhuber)

Gesundheitshotline im Bewusstsein angekommen
Die demografischen Veränderungen spiegeln sich auch in der Entwicklung der Gesundheitshotline 1450 wider. Die führte (außer in der Corona-Zeit) lange ein Schattendasein. Jetzt ist sie im Bewusstsein der Tirolerinnen und Tiroler aber offenbar angekommen. 11.776 Beratungen in diesem Sommer bedeuten eine deutliche Steigerung von 4000 Kontakten im Vergleich zum vergangenen Sommer.

„Wir haben die Gesundheitshotline zuletzt stark beworben – bei Informationsveranstaltungen für Senioren oder über Gesundheitseinrichtungen wie Ärzte und Spitäler. Das trägt jetzt Früchte“, sagt der Chef der Leitstelle. Für rund 40 Prozent der Anrufer habe es eine niederschwellige, sprich unkomplizierte und rasche Lösung ihres Problems gegeben. 

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