Geothermie beheizt NÖ

Suche nach Wärmeschatz unter der Erdoberfläche

Niederösterreich
17.09.2026 13:00

Kontrollierte Vibrationen helfen  im südlichen Wiener Becken beim Auffinden von Erdwärmequellen. Messfahrzeuge erzeugen entlang geplanter Strecken kontrollierte Vibrationen, die dann von Sensoren – sogenannten Geophonen – aufgezeichnet werden. Für die Anrainer gibt es Info-Veranstaltungen.

Die Wärmequellen tief unter der Erde im Industrieviertel sollen schon in wenigen Jahren helfen, Haushalte in der Region zu heizen. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zu anderen erneuerbaren Wärmequellen wie Biomasse und Großwärmepumpen.

Untersuchungen des Untergrunds
Bevor die beiden Geothermieanlagen im südlichen Niederösterreich 2030 und dann bis 2035 in Betrieb gehen können, bedarf es aber einiger Vorarbeiten. Dazu werden im Rahmen des Forschungsprogramms „GeoWärme Niederösterreich“ nun Untersuchungen des Untergrundes durchgeführt. Die Anrainer sollen hier von Anfang an „offen über die nächsten Schritte informiert werden“, wie EVN-Sprecher Stefan Zach sagt. Konkret mit Mailings, Informationsfoldern und drei Info-Veranstaltungen in Oberwaltersdorf (22. September), Wiener Neustadt (2. Oktober) und Wiener Neudorf (8.Oktober).

Messungen eine Minute pro Stelle
Die Schatzsuche erfolgt mit Vibrationsseismik. Messfahrzeuge bringen die Erde kontrolliert zum Vibrieren, Geophone zeichnen sie auf. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über mehr als 330 Kilometer und umfasst über 60 Gemeinden im südlichen Wiener Becken. „Die Messung beträgt rund eine Minute, bevor das Fahrzeug weiterfährt“, erklärt Zach. Das Geräusch ähnelt einer Straßenwalze oder einer vorbeifahrenden Straßenbahn. 

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