Jedes Jahr ereignen sich in österreichischen Wäldern schwere und teils tödliche Unfälle. Experten von „Sicheres Vorarlberg“ mahnen zur Vorsicht und betonen, wie wichtig die richtige Schutzausrüstung, vorausschauende Planung und gegenseitige Rücksichtnahme sind.
Die Arbeit im Wald birgt oft unterschätzte Gefahren. Gemäß den Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit kamen im Jahr 2024 österreichweit mindestens 43 Menschen bei Forstunfällen ums Leben, zwei dieser Unfälle ereigneten sich in Vorarlberg. Neben den tödlichen Tragödien führen zahlreiche Verletzungen jedes Jahr zu stationären Krankenhausaufenthalten. Fachleute betonen daher, dass bereits mit einfachen Vorbereitungsmaßnahmen das Unfallrisiko erheblich gesenkt werden kann.
„Schon mit einer geeigneten, gut sichtbaren Schutzausrüstung kann zur Vermeidung von schweren Unfällen beigetragen werden. Dazu zählen eine Schnittschutzhose, ein Helm, entsprechende Handschuhe und Sicherheitsschuhe“, erklärt Mario Amann „Sicheres Vorarlberg“.
Genauso wichtig wie die Schutzausrüstung ist das richtige Verhalten vor Ort: Wer im Wald arbeitet, sollte das niemals alleine tun und sich nicht unter Zeitdruck setzen. Bevor die Säge startet, gilt es die Umgebung zu checken – also Stolperfallen aus dem Weg zu räumen, auf lose Äste zu achten und einen freien Fluchtweg einzuplanen. Auch Abstand halten ist Pflicht. Rund um die Motorsäge braucht es mindestens zwei Meter Sicherheitszone, bei Baumfällungen muss der Gefahrenbereich sogar die eineinhalbfache Baumlänge messen. An Steilhängen ist das Arbeiten direkt über- oder untereinander tabu.
Warnschilder aufstellen
Damit auch Spaziergänger sicher bleiben, müssen Arbeitsbereiche gut sichtbar mit Warnschildern markiert werden. Für Waldbesucher heißt das: Warnhinweise unbedingt ernst nehmen, bei Forstarbeiten stehen bleiben und Wege nur nach Rücksprache mit den Waldarbeitern nutzen oder großräumig umgehen. Wer zusätzlich regelmäßig Pausen einlegt, ein Erste-Hilfe-Set griffbereit hat und einen Profi-Kurs absolviert – etwa den Motorsägen-Führerschein beim LFI Vorarlberg -, schützt sich und andere am besten.
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