30.000 Gäste, günstigere Ticketpreise und eine kompaktere Hallenaufteilung: Nach fünf Tagen liegen die Ergebnisse der 78. Herbstmesse vor. Das Leitungsteam um Messe-Geschäftsführer Nilly Nail zieht ein erstes Fazit und plant bereits Anpassungen für das kommende Jahr.
Wer die 78. Herbstmesse im Dornbirner Messequartier besucht hat, traf auf ein gewohntes Bild – und dürfte dennoch den Wandel bemerkt haben. 220 Aussteller präsentierten sich auf rund 30.000 Quadratmetern Hallenfläche. Dass das Team die Fläche verkleinerte und zugleich die Ticketpreise senkte, bremste den Andrang nicht. Über 30.000 Menschen schlenderten an den fünf Messetagen durch die Hallen.
Testlauf für die Zukunft
„Über 30.000 Besucher zeigen, welche Bedeutung die Herbstmesse weiterhin als Treffpunkt für die Region hat“, betont Geschäftsführer Nilly Nail. Für ihn war die diesjährige Ausgabe vor allem ein Testlauf für die Zukunft. „Gleichzeitig hat diese erste Etappe deutlich gemacht, welche Angebote gut angenommen werden und wo wir nachschärfen müssen. Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Planung für 2027 ein.“
Starke Bindung in der Region
Eine bei der Messe durchgeführte Besucherbefragung zeichnet ein klares Bild: Das Event lebt vor allem von Gästen aus der unmittelbaren Umgebung. 92 Prozent des Publikums reisten aus Vorarlberg an. Mehr als drei Viertel empfehlen das Format weiter, 84 Prozent planen bereits den nächsten Besuch. Mehr als die Hälfte vergab die Noten „Sehr gut“ oder „Gut“.
Beim Messebesuch geht es den Vorarlbergern längst nicht mehr nur um Verträge oder Einkäufe. Rund 58 Prozent der Befragten nutzten die Hallen vor allem, um zu bummeln, Neues zu entdecken und Zeit zu verbringen. Gleichzeitig zeigen die Auswertungen auch, an welchen Stellschrauben gedreht werden könnte: Die meisten Gäste blieben zwischen zwei und vier Stunden auf dem Gelände. Reserven sahen die Befragten vor allem beim Angebot in der Gastronomie, bei der Gestaltung des Freigeländes und beim allgemeinen Erlebniswert.
„Eine kompaktere Herbstmesse stellt andere Anforderungen an das Besuchserlebnis“, resümierte Projektleiterin Kathrina Treinen ein. „Wir müssen zusätzliche Gründe schaffen, länger zu bleiben – durch starke Themen, Programm, Begegnung und Aufenthaltsqualität.“ Die Verantwortlichen werten nun das Feedback der Besucher, die Rückmeldungen der Händler und die Finanzzahlen aus. Das Ziel ist eine umfassende Analyse für das kommende Jahr. „2026 war der erste Schritt“, resümiert Nail. „Was funktioniert, entwickeln wir weiter. Was nicht funktioniert, verändern wir.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.