Die „stärkste Frau“

Rührende Zverev-Botschaft: „Sie hat gesagt, …“

Tennis
14.09.2026 07:07
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Große Emotionen bei Alexander Zverev nach seinem US-Open-Triumph. In seiner Ansprache nach dem Match berührt der Deutsche mit einer besonderen Botschaft an seine Mutter. 

„Ich denke, Gott hat gesehen, wie hart wir gearbeitet haben, wie sehr wir gelitten haben, wie viel Schmerz hier reingeflossen ist. 2026 ist der Dank und der Lohn für die ganze harte Arbeit in den vielen Jahren davor. Da ist alles zurückgekommen“, sagte Zverev im Siegerinterview auf dem Platz.

Einen besonderen Dank gab es für seine Mutter, die er als „stärkste Frau“ bezeichnete. Sie habe trotz Bekanntwerden der Diabetes-Erkrankung bei Zverev mit vier Jahren der Tennis-Laufbahn ihres Sohnes keinen Riegel vorgeschoben. „Sie hat gesagt, wenn er ein Tennisspieler sein will, dann wird er das sein. Ich bin glücklich, dass wir alles so durchgezogen haben.“

Am Sonntag krönte sich Zverev schließlich zum neuen US-Open-König. Der Deutsche setzte sich in seinem dritten Grand-Slam-Endspiel in Folge gegen den US-Amerikaner Ben Shelton mit 6:3,7:6(2),5:7,6:2 durch und triumphierte wie zuletzt schon bei seinem Premieren-Major-Erfolg bei den French Open. In Wimbledon hatte er gegen den Südtiroler Jannik Sinner den Kürzeren gezogen, dem er in der Weltrangliste als erster Verfolger näher rückt.

Auch Shelton reagiert
Im Gegensatz zu seinem ersten US-Open-Finale 2020 hatte Zverev diesmal zurecht das bessere Ende für sich. Während er damals noch nach einer Zweisatzführung gegen den Niederösterreicher Dominic Thiem verloren hatte, gab der 29-Jährige diesen Vorsprung auf den Tag genau sechs Jahre später nicht mehr her. Zverev ist der erste Deutsche seit Boris Becker 1989, der in Flushing Meadows das Männer-Einzel gewinnen konnte. Als Belohnung gab es auch einen Siegerscheck in der Höhe von 5,5 Millionen Dollar (4,74 Mio. Euro). Shelton verabsäumte es, als erster männlicher Amerikaner seit Andy Roddick 2003 in New York zu triumphieren. Trösten darf sich der 23-Jährige mit 2,8 Mio. Dollar (2,42 Mio. Euro).

„99,9 Prozent wollten Ben als Sieger sehen, es tut mir leid, aber ich habe einfach meinen Job getan“, erläuterte Zverev, der in den ersten beiden Runden jeweils einen Fünfsatzkrimi gemeistert hatte. Seinem Gegner streute er Rosen. „Du wirst noch öfter hierherkommen und eines Tages auch die Trophäe gewinnen“, sagte Zverev. Shelton hatte sich zuvor als fairer Verlierer präsentiert. „Was du machst, ist unglaublich, du hast dir den Sieg verdient, arbeitest härter als alle anderen, die ich kenne.“

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