Langes Warten vorbei

Neues jüdisches Kulturzentrum in Graz eröffnet

Steiermark
10.09.2026 19:47
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Was lange währt, wird endlich gut: Am Donnerstagabend konnte das jüdische Kulturzentrum in Graz – nach langem Kampf um die Finanzierung – eröffnet werden. Eine Fotoausstellung dokumentiert jüdisches Leben.

1,9 Millionen Euro hat es gekostet, das Land steuerte 1,25 Mio. Euro bei, die Stadt 660.000 Euro. Und so erfolgte die feierliche Eröffnung nicht nur im Beisein von Elie Rosen, Präsident der Kultusgemeinde, sondern auch von Landeschef Mario Kunasek, der betonte: „Jüdisches Leben hat seinen festen Platz in Graz, in unserer Gesellschaft“. Mit dabei waren auch Landesrat Karlheinz Kornhäusl, Bürgermeisterin Elke Kahr und andere mehr.

Das Kulturzentrum am David-Herzog-Platz soll jüdisches Leben in der steirischen Landeshauptstadt sichtbar machen und Raum für kulturellen Austausch schaffen. Es wurde benannt nach dem 1910 in Graz geborenen Geiger und Dirigenten Milton Franklin Weber. Er musste nach dem „Anschluss” Österreichs 1938 über Italien in die USA emigrieren, wo er seine musikalische und akademische Laufbahn fortsetzte.

Im Rahmen der Eröffnung wurde auch die Fotoausstellung des Künstlers Ouriel Morgensztern präsentiert, die Einblicke in jüdisches Leben gibt.

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