Tiroler Polizei warnt

Schockanruf: Wenn Angst und Druck zur Falle werden

Tirol
10.09.2026 15:00

Immer öfter gibt es Meldungen über Anrufe von vermeintlichen Polizisten, Ärzten oder Bankmitarbeitern. Kriminelle wollen damit Druck auf ihre Opfer aufbauen und Angst erzeugen, um an Geld zu kommen. Die Tiroler Polizei warnt nun vor solchen Anrufen und gibt Tipps, diese zu erkennen bzw. zu enttarnen. 

Vermeintliche Polizisten, Ärzte, Staatsanwälte oder Bankmitarbeiter, die ihre Opfer telefonisch kontaktieren und über dramatische Szenarien berichten, sind leider keine Seltenheit mehr. Oft wird über schwere Verkehrsunfälle, drohende Haftstrafen oder medizinische Notfälle naher Angehöriger berichtet.

Diese Betrugsmasche sind sogenannte „Schockanrufe“ durch Kriminelle. Sie setzen ihre Opfer damit emotional massiv unter Druck und erzeugen Angst.

„Durch Angst, Zeitdruck und die Forderung nach absoluter Verschwiegenheit werden Betroffene gezielt manipuliert. In vielen Fällen werden Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände gefordert und anschließend durch vermeintliche ‘Boten‘ abgeholt“, schildert die Polizei.

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Schockanrufe zählen zu den emotional belastendsten Betrugsformen. Die Kriminellen handeln professionell und nutzen gezielt die Sorge um Angehörige aus.

Chefinspektor Hans-Peter Seewald, Landeskriminalamt Tirol

Die unmittelbar betroffene Zielgruppe sind überweidend ältere Menschen über 60 Jahre. Kriminelle nutzen dabei meist öffentlich zugängliche Daten und suchen ihre Opfer dafür oft nach vermeintlich altmodischen Vornamen aus.

„Schockanrufe zählen zu den emotional belastendsten Betrugsformen. Die Kriminellen handeln professionell organisiert und nutzen gezielt die Sorge um Angehörige aus“, betont Chefinspektor Hans-Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol.

Das Landeskriminalamt gibt Empfehlungen ab, wie man diese Maschen entlarven kann und wie man in solchen Fällen handeln soll:

  • Verdächtige Gespräche sofort beenden.
  • Angehörige direkt kontaktieren und Informationen überprüfen.
  • Sagen Sie niemanden etwas über Ihre finanziellen Verhältnisse.
  • Niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.
  • Warnhinweise von Bankmitarbeitern ernst nehmen.
  • Im Zweifel sofort die Polizei unter 133 anrufen.
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