Zwei mutmaßlichen Drogendealern konnte die Polizei im Tiroler Unterland das Handwerk legen: Ein 23-Jähriger und sein 29-jähriger Mitbewohner aus dem Bezirk Kufstein sollen seit 2025 mit größeren Mengen Cannabis und Kokain gehandelt haben. Die Festnahmen erfolgten bereits im Frühjahr – seither liefen umfangreiche Ermittlungen im Hintergrund.
Es war der 20. März 2026, als eine zivile Streife in Wörgl zuschlug: Der 23-jährige Einheimische wurde bei einem mutmaßlich geplanten Suchtgiftdeal auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Bei ihm fanden die Beamten eine geringe Menge Kokain sowie Bargeld im mittleren vierstelligen Eurobereich.
Hausdurchsuchung, weitere Festnahme
Doch damit war der Fall noch lange nicht abgeschlossen. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung an der gemeinsamen Wohnadresse machten die Polizisten einen größeren Fund. Rund 1,23 Kilogramm Cannabis sowie etwa 10,93 Gramm Kokain wurden sichergestellt.
Neben den Drogen wurden auch Bargeld und Handys beschlagnahmt.
Ein Ermittler zur „Krone“
Dabei geriet auch der 29-jährige Mitbewohner stärker ins Visier der Ermittler. Der Verdacht gegen ihn erhärtete sich, woraufhin auch er festgenommen wurde. Im Fahrzeug des Mannes entdeckten die Beamten weitere rund zehn Gramm Cannabis. Beschlagnahmt wurden damals zudem Bargeld und auch Mobiltelefone.
Seither liefen im Hintergrund weitere Ermittlungen. „Unter anderem wurden Chatverläufe genau ausgewertet“, schildert ein Ermittler der „Krone“.
Verdächtige auf freiem Fuß angezeigt
Laut aktuellem Stand sollen die beiden Verdächtigen bereits seit 2025 im Besitz von insgesamt rund fünf Kilogramm Cannabis und 200 Gramm Kokain gewesen sein. Erhebliche Teile der Drogen sollen sie gegen Bezahlung an weitere Personen verkauft haben.
Nach Abschluss der Einvernahmen wurden die beiden Verdächtigen über Anordnung der Staatsanwaltschaft wieder enthaftet. Sie werden nun wegen des Verdachts des Suchtgifthandels bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
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