Wie sieht der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek das Paukenschlag-Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt? Das hat ihn die „Krone“ am Montag, dem „Tag danach“, gefragt. Zuletzt interessierten sich auch deutsche Medien für den ersten blauen Landeshauptmann Österreichs.
Mit Spannung wurde auch in der Steiermark das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt erwartet, vor allem von vielen Freiheitlichen: Gelingt der rechten deutschen „Schwesterpartei“ AfD ein ähnliches „blaues Wunder“ wie bei der steirischen Landtagswahl? Seit Sonntagabend steht fest: Ja! Spitzenkandidat Ulrich Siegmund holte mit 44 Prozent sogar noch um einige Prozentpunkte mehr als Mario Kunasek anno 2024. Der Landeshauptmann legte zuletzt in Sachen Beliebtheit allerdings noch kräftig zu, kam in der viel beachteten „Krone“-Umfrage vom August auf rekordverdächtige 47 Prozent Zustimmung.
„Kurswechsel wird gewünscht“
Und wie bewertet Kunasek das Politbeben in Deutschland? Nun, im „überlegenen Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt“ sieht der FPÖ-Mann „ein klares Signal“: „Die Menschen wünschen sich einen politischen Kurswechsel. Dieses demokratische Ergebnis ist selbstverständlich zu respektieren und ernst zu nehmen!“ Jetzt liege es an den anderen Parteien, „die Realität anzuerkennen und daraus konkrete politische Antworten abzuleiten“, sagt er zur „Krone“.
Schon im Vorfeld der Wahl in Sachsen-Anhalt hatten sich übrigens deutsche Medien für den steirischen Landesersten interessiert: So analysierte etwa die renommierte Zeitung FAZ in einem großen Porträt, dass „Kunasek seit der Regierungsübernahme daran arbeitet, ein landesväterliches Image aufzubauen, das sich mit Radikalität nicht verträgt.“
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