Alarmierende Zahlen zum Schulstart: Die Zahl der Schulwegunfälle ist im Vorjahr deutlich gestiegen. Insgesamt wurden dabei 577 Kinder verletzt – 72 von ihnen schwer. Für ein Kind in Tirol endete der Weg sogar tödlich.
Zum Schulbeginn in Ostösterreich schlägt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) Alarm. Laut Daten der Statistik Austria ereigneten sich im Vorjahr österreichweit 537 Schulwegunfälle – das waren gleich 118 mehr als noch im Jahr davor.
Bilanz müsse Mahnung sein
Für den VCÖ ist klar: Vor allem dort, wo Kinder unterwegs sind, müsse das Tempo runter. „Die traurige Bilanz der Schulwegunfälle des Vorjahrs muss für alle Verantwortlichen Mahnung sein, verstärkt daran zu arbeiten, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen“, betont VCÖ-Sicherheitsexpertin Klara Maria Schenk.
Breitere Gehwege und Co.
In die Pflicht genommen werden dabei vor allem Städte und Gemeinden. Breitere Gehwege, gut einsehbare Straßenübergänge und Tempo 30 statt 50 in Wohnvierteln sowie rund um Schulen und Kindergärten sollen den Weg für die Jüngsten sicherer machen.
Doch auch Eltern können laut VCÖ ihren Teil beitragen. Denn sogenannte „Elterntaxis“ würden vor Schulen zusätzlichen Verkehr verursachen und könnten damit selbst zum Sicherheitsproblem werden.
Verhalten im Straßenverkehr lernen
Der Schulweg sei für Kinder außerdem eine wichtige Möglichkeit, das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu lernen. Wer Sohn oder Tochter täglich mit dem Auto bis vor das Schultor bringt, nehme ihnen diese Übungsmöglichkeit, warnt der Verkehrsverein.
Als Alternative schlägt der VCÖ sogenannte Pedi- oder Bicibusse vor: Dabei machen sich mehrere Kinder gemeinsam und begleitet von Erwachsenen zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg zur Schule.
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