Polit-Geplänkel

NÖ stichelt wegen ORF-Abgabe gegen Steirer

Niederösterreich
07.09.2026 11:00
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Die ORF-Landesabgabe sorgt für ein Polit-Geplänkel zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Grund dafür ist die Entscheidung von FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek, die für 2027 angekündigte Abschaffung nun doch zu verschieben.

In Niederösterreich wurde die Landesabgabe bereits mit 1. Jänner 2024 abgeschafft. Laut Landes-ÖVP bedeutet das eine Entlastung von rund 41 Millionen Euro pro Jahr. Für deren Landesgeschäftsführer Matthias Zauner ist die Entwicklung in der Steiermark nun Anlass für Kritik.

„Während andere die Abschaffung ankündigen, haben wir sie in Niederösterreich längst umgesetzt“, stichelt Zauner in Richtung Kunasek. Er wirft dem steirischen FPÖ-Landeshauptmann damit vor, eine angekündigte Entlastung vorerst nicht umzusetzen. Niederösterreich habe bereits vor mehr als zwei Jahren Fakten geschaffen, betont Zauner.

ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner übt Kritik am steirischen FPÖ-Landeshauptmann.
ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner übt Kritik am steirischen FPÖ-Landeshauptmann.(Bild: VPNÖ)

In der Steiermark hatte Kunasek die Abschaffung der Landesabgabe ursprünglich für 2027 angekündigt. Nun soll sie erst bis zum Ende der laufenden Regierungsperiode 2029 fallen. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage des Landes: Die Abgabe bringt der Steiermark jährlich rund 30 Millionen Euro ein.

Derzeit zahlen steirische Haushalte zusätzlich zum österreichweit einheitlichen ORF-Beitrag von 15,30 Euro eine Landesabgabe von 4,70 Euro pro Monat. In Niederösterreich fällt dieser Aufschlag nicht (mehr) an.

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