Supermärkte und online

Immer mehr Konkurrenz für Schulartikel-Händler

Oberösterreich
06.09.2026 14:00

Im Schreibwarenhandel sind die letzten Ferienwochen, in denen viele Familien die Materialien fürs kommende Schuljahr kaufen, genauso wichtig wie Weihnachten. Doch die Branche hat immer mehr Konkurrenz durch Supermärkte und Online-Anbieter. Die Preisunterschiede sind indes groß.

Während die Klassenzimmer noch leer sind, herrscht im Papierwarenhandel Vollbetrieb: „Ab Mitte August bis zum Schulanfang ist die heiße Phase – da wird der größte Bedarf an Schulsachen abgedeckt“, sagt Markus Berger, Gremialobmann des Papier- und Spielwarenhandels in Oberösterreich.

Nur die Hälfte wird im Fachhandel verkauft
Der Verkauf von Heften, Stiften und Co. zu Schulbeginn – in Oberösterreich startet das neue Schuljahr am 14. September – ist mit rund einem Viertel des gesamten Jahresumsatzes im Papierwarenhandel ähnlich wichtig wie das Weihnachtsgeschäft. Doch so rund wie früher läuft es nicht mehr. „Der Wettbewerb wird immer größer. Viele Supermarktketten haben auch Schulartikel im Sortiment, genauso wie Diskonter“, sagt Berger. Laut einer Studie des Instituts für Österreichs Wirtschaft werden nur mehr 50 Prozent der Papier- und Schreibwaren im Fachhandel gekauft. 30 Prozent entfallen mittlerweile auf branchenfremde Geschäfte wie Supermärkte, 20 Prozent werden online bestellt.

Preisunterschiede

Laut dem Preismonitor der Arbeiterkammer sind Schulartikel bei den großen Handelsketten heuer um 6,5% teurer als im Vorjahr. Zwischen den Geschäften gibt es für ein und dasselbe Produkt große Preisunterschiede bis zu 101%. Vergleichen lohnt sich also.

Zahl der Geschäfte sinkt
„Und man erkennt den Trend, dass in den Schulen bei Materialien eingespart wird“, sagt Branchenvertreter Berger. Vor allem durch die Digitalisierung würden jetzt weniger Schulbücher und -sachen gebraucht werden. Diese Herausforderungen machen sich in den Fachgeschäften bemerkbar: 2015 gab es in Oberösterreich noch 381 Betriebe des Papier- und Spielwarenhandels – im Vorjahr waren es nur mehr 267 (siehe Grafik).

(Bild: Krone KREATIV)

Hohe Mieten für Betriebe
Besonders bei Pensionierungen finden viele Geschäfte keine Nachfolger und müssen deshalb zusperren. Was dagegen tun? Branchensprecher Berger fordert niedrigere Energie- sowie Lohnkosten. Und: „Mit den aktuellen Mietpreisen schafft man es oft nicht mehr.“ Insbesondere in den großen Innenstädten wie in Linz werde das zunehmend zu einem Problem für die Betriebe.

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