Teurer als nötig

Tarif-Panne zum Start des neuen Mirador in Krems

Niederösterreich
05.09.2026 06:00

Das lange Warten hat ein Ende: Das 40 Millionen Euro teure Mirador in Krems (NÖ) hat seinen regulären Betrieb aufgenommen. Bereits zum Start strömten zahlreiche Besucher in das neue Sport- und Freizeitbad. Für Aufregung sorgte allerdings ausgerechnet der im Vorfeld besonders hervorgehobene Familientarif. 

Seit Wochenbeginn wird im neuen Mirador in Krems geschwommen, gerutscht und sauniert. Nach rund zwei Jahren Bauzeit und einer langen Vorbereitungs- und Testphase ist das neue Sport- und Freizeitbad seit 1. September für alle geöffnet. Und das Interesse an dem 40 Millionen Euro teuren Prestigeprojekt der Stadt ist groß: Schon am ersten Tag nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, das Mirador zu erkunden.

„Viele Kremser haben der Eröffnung des Mirador mit großer Vorfreude entgegengeblickt. Es ist schön zu sehen, dass das neue Bad nun mit Leben erfüllt ist und vom ersten Tag an so gut angenommen wird“, freut sich Bürgermeister Peter Molnar.

Stadtchef Peter Molnar mit seinem Amtsvorgänger Reinhard Resch bei der Eröffnung des Mirador
Stadtchef Peter Molnar mit seinem Amtsvorgänger Reinhard Resch bei der Eröffnung des Mirador(Bild: MAGISTRAT KREMS)

Vom Sportbecken bis zum Infinity-Pool
Auf die Besucher wartet einiges: Herzstück für Sportler ist das 25-Meter-Becken, dazu kommen ein Lehrschwimmbecken, ein Freizeitbecken im Innen- und Außenbereich sowie eine eigene Kinder-Wasserwelt. Für mehr Action soll die 72 Meter lange Rutsche „Rush“ sorgen. 

Entspannter geht es in der Loftsauna zu. Saunen, Dampfbad, Panoramagarten, Ruhezonen und ein Infinity-Pool gehören hier zum Angebot. Dazu gibt es einen weiten Blick über Krems, die Donau und die Wachau.

Mit einer Gesamtinvestition von 40 Millionen Euro ist das Mirador eines der größten Infrastrukturprojekte im Bundesland. 35,3 Millionen Euro trägt Krems selbst, weitere 4,7 Millionen Euro steuert das Land Niederösterreich bei.

Zitat Icon

Ein Bad für die Kremser darf nicht zum Luxus für die Kremser werden.

FPÖ-Stadtrat Christoph Hofbauer

Kuriose Rechnung bei Familientickets
Ganz ohne Startschwierigkeiten ging die Eröffnung allerdings nicht über die Bühne. Ausgerechnet bei den Tarifen, die im Vorfeld als besonders familienfreundlich hervorgehoben worden waren, sorgte eine kuriose Rechnung für Ärger.

Zwei Erwachsene mit zwei Kindern zahlten für eine Tages-Familienkarte für das Freizeitbad zunächst 59 Euro. Löste dieselbe Familie hingegen zweimal den 1+1-Familientarif um jeweils 27 Euro, waren nur 54 Euro fällig. Die 2+2-Familienkarte war damit um fünf Euro teurer als zwei 1+1-Familientickets.

Die Wasserrutsche ist eines der Highlights.
Die Wasserrutsche ist eines der Highlights.(Bild: Attila Molnar)

Kritik daran kam unter anderem von FPÖ-Stadtrat Christoph Hofbauer. „Ein Bad für die Kremser darf nicht zum Luxus für die Kremser werden“, erklärt er. Die Freiheitlichen hätten die Kostenentwicklung, Dimensionierung und Finanzierung des Projekts auch unabhängig von der Tarif-Panne von Beginn an kritisch gesehen. Denn bei den mehr als 50 Euro teuren Eintritt für eine Familie seien weder Getränke noch Essen bezahlt.

Betreiber spricht von Kopierfehler
Bei der Kremser Freizeitbetriebs GmbH spricht man hingegen von einer schlichten Panne. Die Preistabelle sei in den vergangenen Monaten mehrfach überarbeitet worden. Bei der letzten Korrektur habe sich ein Kopierfehler eingeschlichen, wodurch die 2+2-Familientarife nicht entsprechend reduziert worden seien.

Fehler korrigiert
Nach Bekanntwerden sei der Fehler sofort korrigiert worden, erklärt Geschäftsführer Roland Dewisch. Die 2+2-Tarife entsprechen nun wie ursprünglich vorgesehen exakt dem Doppelten des 1+1-Tarifs. Die Tageskarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder im Freizeitbad kostet damit 54 statt 59 Euro. „Wir bedauern diesen Fehler sehr“, so Dewisch.

Nach der kleinen Panne zum Auftakt soll nun aber der Badebetrieb im Mittelpunkt stehen. Neben Sport, Rutschen und Sauna setzt das Mirador auch auf Kulinarik. Das Mira-Bistro steht Badegästen offen, das Restaurant „WachauBlick“ soll auch ohne Eintritt zugänglich sein und sich dank seiner Lage mit Blick auf Donau und Wachau als neuer Treffpunkt etablieren.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung