Gleich zwei deutsche Umspannwerke sind seit gestern attackiert worden. Wie steht es um die Stromnetze in Österreich bei potenziellen Bedrohungen? Die zuständige Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienste (DSN) im Innenministerium gibt Antworten.
Der Schutz kritischer Infrastrukturen stehe allgemein zunehmend im Fokus sicherheitspolitischer Maßnahmen, hieß es am Mittwoch aus der DSN dazu. Internationale Entwicklungen würden daher entsprechend beobachtet und in die Beurteilung der nationalen Gefährdungslage miteinbezogen. Die DSN stehe dazu auch im engen Austausch mit ausländischen Sicherheitsbehörden.
Im Zusammenhang mit hybriden Bedrohungen – also wenn Angreifer verschiedene Methoden einsetzen – gebe es eine Arbeitsgruppe für die Bündelung und den permanenten Austausch zu aktuellen Entwicklungen. So könne man „möglichst rasch und umfassend“ auf diese Art von Bedrohungen reagieren.
Zum Schutz kritischer Infrastrukturen arbeite die DSN seit 15 Jahren „eng mit Betreibern zusammen.“ Man berate „laufend unter anderem zu physischen, organisatorischen und hybriden Bedrohungen.“ Dabei werde ein sogenannter „All-Hazard-Ansatz“ verfolgt. Ein solcher Ansatz hat alle möglichen Bedrohungen gemeinsam im Blick, statt sie einzeln zu betrachten. Der „All-Hazard-Ansatz“ umfasse „technische, naturbedingte, intentionale und anthropogene Risiken“, erklärte man im DSN.
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