Über 8 Millionen Euro schüttet das niederösterreichische Unternehmen NÖM an Landwirte aus, die besonders unter der sommerlichen Trockenheit gelitten haben. Davon profitieren auch Bauern aus dem anderen Ende von Österreich – aus Vorarlberg.
Die langanhaltende Trockenheit des vergangenen Sommers hat für viele Landwirte äußerst schwierige Bedingungen geschaffen. Das Futter auf den Weiden wurde knapp, so manch ein Bauer musste seine Tiere sogar notschlachten. Auch auf den heurigen Alpabrieb hat die Trockenheit Einfluss, dieser wird vielerorts früher als üblich über die Bühne gehen. Sowohl der Bund als auch das Land haben den betroffenen Landwirten finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt.
Und nun macht das auch das niederösterreichische Unternehmen NÖM, mit dem Vorarlberg Milch vor einem Jahr fusioniert hat. Und zwar mit einem einmaligen Dürrehilfspaket von 8,1 Millionen Euro. Damit sollen von der Trockenheit besonders betroffene Bauern einen Ausgleich erhalten. Rund 400 Vorarlberger Betriebe liefern ihre Milch an NÖM. 1,6 Cent gibt es pro gelieferten Liter. Bei insgesamt 55 Millionen Litern beträgt der gesamte Betrag damit knapp 900.000 Euro.
Kein Gießkannen-Prinzip
Der Nationalratsabgeordnete Norbert Sieber (ÖVP) lobt diese Entscheidung: „Mit der Unterstützung unterscheidet sich die NÖM, die keine Genossenschaft, sondern eine AG ist, von allen anderen österreichischen Molkereien. Sie sind die einzigen, die diese Art von Unterstützung anbieten.“ Zudem würde die NÖM die Hitzehilfen nicht nach dem Gießkannen-Prinzip vergeben. Jeder Landwirt müsse per Rechnung nachweisen, dass er hitzebedingte Ausgaben hatte, etwa für Saatgut.
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