Vier Tage lang wurde Gars am Kamp zum Treffpunkt der besten Zillenfahrer Niederösterreichs. Beim 68. Landeswasserdienstleistungsbewerb waren Kraft, Ausdauer und Präzision gefragt – und die fehlende Strömung machte die Sache nicht einfacher.
Der Kamp wurde zur Bühne für Niederösterreichs Feuerwehr-Wassersportler. Beim 68. NÖ Landeswasserdienstleistungsbewerb mussten sie die rund 200 Kilogramm schweren und sieben Meter langen Holzzillen möglichst schnell und präzise durch Hindernisse und Zillengassen manövrieren.
Die äußeren Bedingungen waren mit Temperaturen um die 30 Grad zwar nahezu perfekt, auf dem Wasser wartete aber eine besondere Herausforderung: Der Kamp führte kaum bis keine Strömung. Wo normalerweise das Wasser mithilft, musste diesmal praktisch jeder Meter mit eigener Muskelkraft zurückgelegt werden.
Doppelsieg für Duo aus Albrechtsberg
Besonders stark präsentierten sich Bernhard Ederer und Mario Kaltenecker von der Feuerwehr Albrechtsberg. Sie entschieden sowohl den Bronze- als auch den Silberbewerb ohne Alterspunkte für sich. In Bronze benötigten sie 6:28,12 Minuten, in Silber 6:33,61 Minuten.
Auch der Bezirk Horn durfte über einen Sieg jubeln: Andreas Albrecht und Patrik Müller aus Altenburg gewannen die Silberwertung mit Alterspunkten in 6:22,79 Minuten. Bei den Damen siegten Bettina Schovanec und Bernadette Supperer aus Mauternbach in Bronze. Silber ging an Veronika Mörth und Doris Wabra aus Laa an der Thaya.
In der Meisterklasse ohne Alterspunkte waren Matthias Fügerl und Markus Mayer aus Dürnstein mit 6:16,01 Minuten nicht zu schlagen. Bei den Frauen holten Brigitta Bruckner und Alexandra Reiter aus Melk den Sieg.
Schnell unterwegs im Zillen-Einer
Für Spannung sorgte auch der Zillen-Einer. Die schnellste Siegerzeit gelang Gerhard Ebner aus Mautern: Er gewann die allgemeine Wertung mit Alterspunkten in 5:12,46 Minuten. Ohne Alterspunkte setzte sich Jürgen Schönsgibl aus Palt mit 5:26,26 Minuten durch.
Bereits am Donnerstag war außerdem das Wasserdienstleistungsabzeichen in Gold vergeben worden. Hier zählt neben der Leistung auf dem Wasser auch umfassendes Fachwissen. Den Sieg sicherte sich David Lastonersky von der Feuerwehr Trasdorf mit 221,14 Punkten.
Bei der abschließenden Siegerehrung gratulierten Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf den erfolgreichen Teilnehmern. Fahrafellner betonte, dass die im Bewerb gezeigten Fähigkeiten im Umgang mit der Zille auch im Ernstfall gefragt sind.
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