Schauspieler und Produzent Dennis Dewall denkt über Österreichs Grenzen hinaus. Sein Spionage-Thriller „THE TRAIN“, inszeniert vom britischen Historiker und Spionageexperten Boris Volodarsky, entstand international und startet im September seine Reise durch Europas Kinos.
Schon als Dreijähriger wollte Dennis Dewall Schauspieler werden, mit 18 ging er zum Schauspielstudium nach Los Angeles. Heute steht der Österreicher nicht nur vor der Kamera, sondern produziert mit Westside Studios selbst.
Sein bislang ambitioniertestes Projekt: der international gedrehte Spionage-Thriller „THE TRAIN“, in dem Dewall als Major Alex Stirling die Hauptrolle spielt und zugleich als Produzent verantwortlich zeichnet. Inszeniert wurde der Film vom britischen Historiker und Spionageexperten Boris Volodarsky, der auch das Drehbuch schrieb und besonderen Wert auf eine authentische Darstellung der Welt der Geheimdienste legte.
Herr Dewall, Sie sind mit großen Erwartungen nach Los Angeles gegangen. Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?
Vor allem Ausdauer. Dort merkt man schnell, wie viele talentierte Menschen denselben Traum haben. Man geht zu Castings und bekommt Absagen. Ich habe gelernt: Wenn sich 100 Türen nicht öffnen, gehe ich zur 101. Und wenn es 7.000 sind, ist vielleicht Tür 7.001 diejenige, die aufgeht.
Wenn ich an etwas glaube, gehe ich den ganzen Weg.
Dennis Dewall
Gedreht wurde unter anderem in einem fahrenden Luxuszug. Wie glamourös war die Arbeit tatsächlich?
Auf der Leinwand glamouröser als hinter der Kamera. Der Majestic Imperator Train de Luxe war eine außergewöhnliche Kulisse, aber wir haben während der Fahrt gedreht. Wenig Platz für Kamera, Licht, Ton, Schauspieler und Crew. Das war herausfordernd, aber genau diese Authentizität sieht man später im Film.
„THE TRAIN“ entstand in neun Ländern. Kann eine österreichische Independent-Produktion international mithalten?
Eine Produktion aus Österreich muss nicht klein denken. Natürlich hat Hollywood andere Möglichkeiten. Als Independent-Produktion muss man vieles durch Kreativität, Flexibilität und sehr viel Einsatz kompensieren.
„Warum sollte ein Film aus Österreich nicht international funktionieren? Eine gute Geschichte braucht keinen Reisepass.“Dennis Dewall
Dennis Dewall, Produzent & Schauspieler
Was bedeutet Erfolg für Sie: internationale Kinostarts? Volle Säle?
Natürlich möchte ich, dass möglichst viele Menschen den Film sehen. Aber Erfolg sind für mich nicht nur Zahlen. Wenn die Menschen danach über den Film sprechen und ihn weiterempfehlen, haben wir etwas richtig gemacht.
Und warum sollten die Österreicher am 24. September ins Kino gehen?
Weil sie einen österreichischen Independent-Film sehen können, der es auf internationale Kinoleinwände geschafft hat. Wir haben ‘THE TRAIN‘ mit viel Leidenschaft produziert. Jetzt gehört der Film dem Publikum – und ich hoffe, dass am 24. September viele Österreicher einsteigen.
Für Dewall wird die Österreich-Premiere am 22. September in der Wiener Millennium City zum besonderen Moment der internationalen Kinoreise. Nach Dreharbeiten über Ländergrenzen hinweg kehrt der Schauspieler und Produzent mit seinem bislang ambitioniertesten Projekt nach Hause zurück.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.