Aufgeheiztes Meer

Hochwasser nach Dürre? „Voraussetzungen sind da“

Steiermark
31.08.2026 05:45
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Meteorologen sehen heuer ähnliche Voraussetzungen, die vor zwei Jahren im September zu Überschwemmungen geführt haben. Steirer sind für den Ernstfall jedenfalls besser gerüstet.

Ein ausgesprochen heißer Sommer neigt sich dem Ende zu, die Wassertemperaturen im Mittelmeer sind extrem hoch. „Die gleiche Ausgangslage wie damals, die Zutaten sind wieder angerichtet“ – diese dramatische Prognose des ORF-Wettermoderators Markus Wadsak geistert seit einigen Tagen durch die Medien und sorgt für Aufregung.

Wadsak warnt davor, dass uns durch ein Italientief ähnlich kräftiger – oder gar schlimmerer – Starkregen samt Überschwemmungen wie im September 2024 drohen könnte. „Mit den Konstellationen, die wir jetzt haben, kann es passieren“, stimmt GeoSphere-Klimatologe Alexander Orlik zu. Aber: „Es spielen viele Faktoren mit. Wie wahrscheinlich das wirklich ist, kann man jetzt noch nicht sagen.“

„Extremwetter führt nicht immer zur Katastrophe“
Wenn ein kräftiges Italientief in unsere Breiten zieht und auf kalte Polarluft trifft, wäre das Potenzial für Starkregen vorhanden. „Es kommt dann aber auf die atmosphärischen Bedingungen an, ob das Tief über Österreich hängen bleibt oder rasch wieder abzieht“, erklärt Orlik und betont: „Extremwetterereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu, was aber nicht heißen muss, dass jedes Ereignis katastrophale Ausmaße annimmt.“

Und falls doch, sind die steirischen Feuerwehren gewappnet und haben seit 2024 weiter für Hochwasser-Einsätze aufgerüstet. So wurden unter anderem im Zuge einer millionenschweren Investitionsoffensive seitens Land Steiermark erst heuer im Frühjahr sechs mobile Sandsackfüllmaschinen sowie sechs zusätzliche Pumpeneinheiten für größere Wassermengen angeschafft. Eine weitere Großpumpe soll voraussichtlich Ende September geliefert werden.

Auch jeder Einzelne kann sich vorbereiten
Vorbeugungen sollte aber auch jeder Haushalt treffen, betont Zivilschutzverband-Chef Heribert Uhl: „Grundsätzlich indem man Lebensmittel, Wasservorräte, Hygieneartikel usw. für zumindest zehn bis 14 Tage zu Hause hat.“ Wer in einem Hochwassergebiet wohnt, „sollte auch Sandsäcke eingelagert haben.“ Umfangreiche Tipps rund um Hochwasserschutz gibt es unter zivilschutz.steiermark.at oder über die neue Zivilschutz-App „Ziva“.

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