Mehrjährige Strafen

Voodoo-Drogendealerfamilie muss nun hinter Gitter

Oberösterreich
27.08.2026 11:04

Am Donnerstag musste sich eine Familie aus Vater, Mutter und Sohn am Landesgericht wegen großangelegten Drogenhandels verantworten. Das Trio soll jahrelang die Linzer Süchtigenszene von der Wiener Straße aus mit Suchtgift versorgt haben. Alle drei fassten mehrjährige Haftstrafen aus.

Ein großer Schlag gelang Drogenermittlern im März in Linz. So groß war die Freude, dass Polizei und Staatsanwaltschaft sogar eine Pressekonferenz dazu gaben. Grund zum Jubeln gab die Aushebung eines gewaltigen Drogenrings, der schon seit Langem die Junkie-Szene der Landeshauptstadt mit Suchtgift versorgt hatte. 

Sub-Dealer aus Afrika
Im Zentrum saß ein 34-Jähriger sowie seine beiden Eltern, 60 und 67 Jahre alt, mit afrikanischen Wurzeln. Sie hatten über Jahre hinweg Drogen über „Läufer“, also einfache Kuriere aus Afrika in Linz an den Mann gebracht, wofür sie am Donnerstag am Landesgericht Linz verurteilt wurden.

Mit Zauber bedroht
Diese Kuriere waren jeweils nur kurz in Europa, bevor sie ausgetauscht wurden. Erwischte Dealer weigerten sich, mit der Polizei zusammenzuarbeiten: Denn die kriminelle Familie hatte gedroht, ihnen und ihren Familien einen Voodoo-Zauber aufzuerlegen, sollten sie auspacken. 

Fünf, vier und drei Jahre
Schlussendlich schnappte die Falle im März dennoch zu. Seither saß das Familientrio in U-Haft – bis zum Prozess am Donnerstag. Der war eigentlich bis 16 Uhr anberaumt, doch schon am Vormittag waren die rechtskräftigen Urteile gefällt: Fünf Jahre für den Sohn, drei Jahre für den Vater und vier Jahre Haft für die Mutter. 

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