Am Donnerstag musste sich eine Familie aus Vater, Mutter und Sohn am Linzer Landesgericht wegen groß angelegten Drogenhandels verantworten. Das Trio soll jahrelang die Linzer Süchtigenszene von der Wiener Straße aus mit Suchtgift versorgt haben. Alle drei fassten mehrjährige Haftstrafen aus.
Ein großer Schlag gelang Drogenermittlern im März in Linz. So groß war die Freude, dass Polizei und Staatsanwaltschaft sogar eine Pressekonferenz dazu gaben. Grund zum Jubeln gab die Aushebung eines gewaltigen Drogenrings, der schon seit Langem die Junkie-Szene der oberösterreichischen Landeshauptstadt mit Suchtgift versorgt hatte.
Sub-Dealer aus Afrika
Im Zentrum war ein 34-Jähriger sowie seine beiden Eltern, 60 und 67 Jahre alt, mit afrikanischen Wurzeln. Sie hatten über Jahre hinweg Drogen über „Läufer“, also einfache Kuriere aus Afrika, in Linz an den Mann gebracht, wofür sie am Donnerstag am Landesgericht Linz verurteilt wurden.
Mit Zauber bedroht
Diese Kuriere waren jeweils nur kurz in Europa, bevor sie ausgetauscht wurden. Erwischte Dealer weigerten sich, mit der Polizei zusammenzuarbeiten – denn die kriminelle Familie hatte gedroht, ihnen und ihren Familien einen Voodoo-Zauber aufzuerlegen, sollten sie auspacken.
Fünf, vier und drei Jahre
Schlussendlich schnappte die Falle im März dennoch zu. Seither saß das Familientrio in U-Haft – bis zum Prozess am Donnerstag. Der war eigentlich bis 16 Uhr anberaumt, doch schon am Vormittag waren die rechtskräftigen Urteile gefällt: fünf Jahre für den Sohn, drei Jahre für den Vater und vier Jahre Haft für die Mutter.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.