Rund um den Hauptbahnhof gibt es eine Besonderheit, die nun wieder für Diskussionen sorgt. Ausgerechnet ein geplantes neues Stadtquartier könnte Bewegung in die Sache bringen. Die Grünen sehen eine Chance, die nicht ungenutzt bleiben soll – und bringen dafür gleich mehrere Möglichkeiten ins Spiel.
Was in Graz, Salzburg oder Innsbruck längst selbstverständlich ist, fehlt in Linz bis heute: ein Hauptbahnhof, der von mehreren Seiten erreichbar ist.
Bessere Erreichbarkeit
Das soll sich nach dem Willen der Grünen ändern. Sie bringen einen zweiten Zugang ins Spiel. Anlass dafür sind die Pläne für ein neues Stadtquartier bei der Unionkreuzung. Nachdem die Eigentumsfragen geklärt wurden, wollen die ÖBB gemeinsam mit der Stadt das Areal zwischen Unionkreuzung und Anzengruberstraße in den kommenden Jahren entwickeln. Für Grünen-Klubobmann Helge Langer wäre das die Gelegenheit, auch die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs neu zu denken.
„Wer dort wohnt, wird ausgebremst“
Vor allem für Bewohner des Andreas-Hofer-Viertels ist die derzeitige Situation kurios: Obwohl der Bahnhof praktisch vor der Haustür liegt, führt der Weg zu den Bahnsteigen ausschließlich über die Kärntnerstraße. Laut Langer bedeutet das teilweise einen Umweg von rund 1,5 Kilometern. „Wer dort wohnt, hat den Hauptbahnhof beinahe in Sichtweite, wird aber ausgebremst“, kritisiert er.
Weitere Variante auf Höhe Novaragasse
Im Zuge der Entwicklung des neuen Stadtteils fordert Langer einen barrierefreien, beleuchteten und rund um die Uhr geöffneten Zugang von der Südostseite. Eine zweite Variante liegt bei der Unionstraße auf Höhe Novaragasse. Dort besteht bereits eine Verbindung, die bislang jedoch nicht öffentlich zugänglich ist.
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