Nach Kilger-Konkurs

Peterquelle: Jetzt wird neuer Eigentümer gesucht

Steiermark
27.08.2026 17:15

Noch gehört die südoststeirische Peterquelle zum Firmengeflecht des Investors Hans Kilger. Ein Verkauf wird jetzt aber in die Wege geleitet. Das Mineralwasser-Unternehmen selbst befindet sich laut dem neuen Geschäftsführer wieder auf Erfolgskurs.

Von Anfang an standen die Zeichen bei Peterquelle auf Fortsetzung: Selbst als im Frühjahr der Konkurs der Muttergesellschaft Domaines Kilger das Auseinanderbrechen jenes Firmengeflechts, das der bayrische Investor Hans Kilger in der Südsteiermark über Jahre geschaffen hat, einleitete, wurde die Zukunft der Mineralwasserfirma aus Deutsch Goritz nicht infrage gestellt.

Anfang Mai übernahm Patrick Sax, früher Geschäftsführer der Parktherme Bad Radkersburg, die operative Führung. Wie er nun mitteilte, konnten Umsätze und operative Ergebnisse „signifikant“ gesteigert werden – das gilt für alle Monate inklusive August. Geholfen habe dabei, neben den sommerlichen Temperaturen, auch eine Investition in nachhaltige Ein-Liter-Glasflaschen.

14 Millionen Flaschen Mineralwasser werden pro Jahr abgefüllt.
14 Millionen Flaschen Mineralwasser werden pro Jahr abgefüllt.(Bild: Peterquelle)

Ausgeglichenes Jahresergebnis in Sichtweite
Laut Sax gibt es aktuell ein positives Zwischenergebnis für 2026, zum ersten Mal seit vielen Jahren sei ein ausgeglichenes Jahresergebnis für die Peterquelle in Reichweite. Auch Kilger-Masseverwalter Michael Pacher spricht von einer „erfolgreichen Restrukturierung in kürzestes Zeit“. 

Eine wichtige Weichenstellung steht nun bevor. Das Unternehmen soll neue Eigentümer bekommen, Pacher wird in der kommenden Wochen den Prozess einleiten. Zudem soll die Marke Steirerquell auch im Einzelhandel positioniert werden. Und es wird an der Einführung eines stillen Mineralwassers von Peterquelle gearbeitet. „Die ersten sensorischen Tests mit Blindverkostungen verliefen äußerst zufriedenstellend“, sagt Sax.

Die Verwertung von weiteren Teilen des Kilger-Imperiums wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Was bereits fix ist: Das Schloss Gamlitz wird ab Anfang September von der Jufa-Hotelgruppe betrieben.

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