NÖ-Industrie fordert

„Burgenland soll Finger von Lkw-Maut lassen!“

Niederösterreich
27.08.2026 13:00

Mit Argusaugen beobachtet man in Niederösterreich die Mautpläne für Lkw im benachbarten Burgenland. Dort will man ja Frächter auf bestimmten Landesstraßen künftig zur Kasse bitten. Die Industrie befürchtet eine zusätzlichen „Kostenkeule“.

Harte Attacken reiten Niederösterreichs Industrie-Vertreter gegen die im Burgenland geplante Lkw-Maut auf Landesstraßen. „Wir brauchen weniger Belastungen und nicht noch eine neue Kostenkeule“, wettert Helmut Schwarzl. Der Obmann der Industrie-Sparte in der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) sieht von einer solchen Abgabe vor allem jene Unternehmen im weiten Land betroffen, die eng mit dem ungarischen Markt verflochten sind.

Geschäfte mit Ungarn
„Viele unserer Betriebe exportieren Waren nach Ungarn oder haben dort Niederlassungen“, so Schwarzl. Wenn die Transporte auf den Verbindungsachsen verteuert würden, treffe das diese Unternehmen und deren Wettbewerbsfähigkeit. „Die ohnehin hohen Standortkosten weiter nach oben zu treiben, ist fahrlässig“, schreibt der Industrie-Obmann dem burgenländischen Landeshauptmann ins Stammbuch.

Zitat Icon

Eine zusätzliche Maut ist genau das Gegenteil von dem, was ein wettbewerbsfähiger Industriestandort jetzt braucht.

Helmut Schwarzl, Obmann der Sparte Industrie in der WKNÖ 

Appell an Burgenländer
Die Landespolitik im Burgenland solle „die Finger davon lassen“, der Industrie in Niederösterreich  „eine weitere Rechnung zu schicken“, wettert der Sparten-Obmann. Denn bezahlen müssten diese zuerst die Unternehmen und am Ende auch die Konsumenten. Für Schwarzl steht daher fest: „Das ist wirtschaftspolitisch schlicht der falsche Weg.“

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