Wann es gilt
Italien führt Handy-Verbot für Fußgänger ein
Das Handy kann im Straßenverkehr ganz schön ablenken – und das gilt nicht nur, wenn man am Steuer sitzt. Italien will nun auch Fußgänger davon abhalten, sich selbst und andere zu gefährden und führt auf der Straße teilweise ein Handyverbot ein.
Was für Autofahrer gilt, soll für auch für Fußgänger, die sich gerade auf einer Fahrbahn befinden, gelten: Wer zu Fuß eine Straße überquert und auf sein Handy schaut, soll künftig eine Strafe zahlen. Das sieht die geplante Reform des italienischen Straßenverkehrskodex vor.
Der Sinn dahinter: Fußgänger sollen die Aufmerksamkeit stärker auf den Verkehr richten. Die Maßnahme soll für mehr Sicherheit für alle sorgen. Das Handyverbot gilt sowohl am Zebrastreifen als auch beim Überqueren der Fahrbahn, wo es keine Straßenmarkierung gibt.
75 Euro Bußgeld drohen
Bei Missachtung der neuen Verkehrsregel sollen 75 Euro Bußgeld fällig werden. Für normale Gehwege soll die Maßnahme nicht gelten. Die Nutzung von Kopfhörern und Freisprecheinrichtungen bleibt erlaubt, solange dadurch nicht die Sicherheit beeinträchtigt wird. Das bedeutet: Handynutzer müssen ihre Umgebung weiterhin ausreichend akustisch wahrnehmen können.
Die Änderung ist noch nicht final beschlossen – noch bis Mitte September können Branchenverbände zu dem Entwurf Stellung nehmen. Einen Monat soll die Endfassung der Regelung dann final vorliegen.
Strafen drohen auch in anderen Regionen
In anderen Regionen gelten bereits ähnliche Regelungen: In Honolulu auf Hawaii ist es ebenfalls untersagt, beim Überqueren von Straßen auf den Handybildschirm zu schauen. Bei wiederholten Verstößen sind kanpp 100 US-Dollar fällig. In Litauen sieht die Straßenverkehrsordnung vor, dass sich Fußgängern vor oder während dem Betreten einer Straße alle Handlungen vermeiden müssen, die sie vom Verkehr ablenken können. Sie müssen sich stets vergewissern, dass sie sicher weitergehen können. Als Ablenkung wird die Handynutzung dabei konkret angeführt.

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