Das Ziel ist ehrgeizig: Der steirische Onlinehändler Niceshops will heuer beim Umsatz die Marke von 200 Millionen Euro knacken. Das scheint möglich, denn im ersten Halbjahr wurde ein Plus von 23,6 Prozent verzeichnet. Zudem sind neue Märkte und ein großer Ausbau im Visier.
Bereits das Vorjahresergebnis von 169 Millionen Euro Umsatz war ein Rekord, dieser scheint heuer pulverisiert zu werden. Wie Niceshops am Mittwoch mitteilte, wurde im ersten Halbjahr ein Umsatz von 97,3 Millionen Euro erzielt, das ist ein Plus von 23,6 Prozent. Der Gewinn (vor Zinsen und Steuern) stieg sogar um 38,3 Prozent auf rund fünf Millionen Euro. „Das zeigt, dass wir unsere Prozesse mit dem Wachstum skalieren können und gleichzeitig unsere Margen verbessern“, sagt Geschäftsführerin Carina Hödl.
Das E-Commerce-Unternehmen will künftig weiter wachsen, betont Gründer und Geschäftsführer Roland Fink. Wie berichtet, wurde im Juli ein 23.000 Quadratmeter großes Grundstück am Standort Saaz gekauft, um die Logistik deutlich zu erweitern und wieder an einem Ort zu bündeln. Gleichzeitig bereitet das Unternehmen den gezielten Einsatz von Automatisierungs- und Robotiklösungen vor.
Größtes Wachstum in Ungarn
Das kräftigste Wachstum erzielt Niceshops in Ungarn. Generell liegt der Schwerpunkt auf ausländischen Märkten, die Exportquote lag zuletzt bei 88 Prozent. 2027 sollen zwei weitere Länder erschlossen werden, Details werden noch nicht verraten.
Der größte Umsatzbringer ist laut dem Unternehmen der Bereich 3-D-Druck, dynamisch entwickelt sich auch der Pool-Bereich. Insgesamt betreibt Niceshops 30 spezialisierte Online-Shop-Welten und beliefert 1,3 Millionen Kunden. Zu den 400 Mitarbeitern sollen heuer insgesamt 50 dazukommen.
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