In Attersee gestürzt

Augenzeuge: „Wann zieht er denn endlich hoch?“

Österreich
26.08.2026 14:34

Eine zweisitzige Maschine, die in Salzburg gestartet war, hat Mittwoch Mittag über dem Attersee plötzlich an Höhe verloren und ist ins Wasser gestürzt. Die Rettungsarbeiten sind noch im Gange, derzeit werden Ölsperren ausgelegt. Die „Krone“ hat mit einem Augenzeugen gesprochen. 

Johann R. (44) hat seinen Hof mit Zimmervermietung direkt oberhalb der Stelle, wo der Flieger in Steinbach am Attersee in den See gestürzt ist. Im „Krone“-Gespräch schildert er, was er gesehen hat.

Flugzeug verschwand hinter Bäumen
„Ich hab‘ das Flugzeug heruntertrudeln gesehen und zu meinem Nachbarn gesagt: Schau, da ist ein Kunstflieger. Dann ist das Flugzeug hinter den Bäumen verschwunden. Er ist immer weiter und weiter heruntergekommen, wir haben schon die ganze Zeit gesagt: Wann zieht er denn endlich hoch?“

Rettungshubschrauber schwebten über der Unfallstelle.
Rettungshubschrauber schwebten über der Unfallstelle.(Bild: Peter Breitenhaler)
(Bild: Robert Loy)
(Bild: Robert Loy)
(Bild: Robert Loy)

Dazu ist es nicht mehr gekommen. Johann R. schildert: „Der Flieger ist senkrecht heruntergekommen. Das hat ausgesehen wie ein Blatt, das sich dreht. Ich habe dann den Aufschlag gehört. Es hat sich angehört, als ob jemand eine riesige Holzplatte auf die Wasseroberfläche drischt. Es hat einfach Patsch gemacht, es ist schwer, dieses Geräusch zu beschreiben. Aber es war plötzlich das Motorgeräusch weg.“

Die Stelle, an der der Flieger zuletzt Signale sendete.
Die Stelle, an der der Flieger zuletzt Signale sendete.(Bild: Flightradar24)

Setzte Rettungskette in Gang
R. griff sofort zum Handy, tippte die Nummer 122 ins Handy, den Notruf der Feuerwehr, seine Nachbarin und Cousine hat zeitgleich bei der Polizei Alarm geschlagen. Der Einsatz lief nur wenige Augenblicke nach dem Absturz an, umliegende Feuerwehren, die Wasserrettung, Notarzthubschrauber Martin 3 sowie die Polizei waren rasch vor Ort.

Als die Einsatzkräfte an der Unglücksstelle eintrafen, war vom Wrack nichts mehr zu sehen. Vom Polizeihubschrauber aus, der sich ebenfalls an der Suche beteiligt hatte, waren nur noch wenige Wrackteile zu stehen. Einheimische wissen: „Der See ist an dieser Stelle bis zu 160 Meter tief.“ In Steinbach hat man jetzt damit begonnen, die Suche und Bergung des Wracks zu koordinieren.

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