Neue Pforte eröffnet

Tiergarten Schönbrunn: Dieser Weg ist jetzt kürzer

Wien
25.08.2026 13:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Schlosspark Schönbrunn ist ab sofort um einen Zugang reicher: Seit Dienstag können Besucher das Areal auch über das historische Engelstor in Hietzing betreten. Vor allem für Öffi-Fahrgäste, die über die Kennedybrücke anreisen, wird der Weg in den Schlosspark damit deutlich kürzer.

Bisher musste von der U4-Station „Hietzing“ ein Spaziergang bis zum Hietzinger Tor absolviert werden. Für Fußgänger oder gar Menschen mit Kinderwagen ist dort nicht sonderlich viel Platz. Passanten müssen sich mit einem zum Teil sehr schmalen Gehsteig begnügen. Das sorgt immer wieder für Gedränge.

Neues Portiergebäude errichtet
Das Engelstor liegt nun deutlich näher an der Kennedybrücke, auf der auch Straßenbahnen und Busse halten. Beim neuen Eingang befindet sich ein Portiergebäude. Was anmutet wie ein frisch renoviertes historisches Objekt, ist in Wahrheit ein Neubau. Er wurde in den vergangenen Monaten errichtet, um den Zugang zu betreuen.

(Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
(Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
(Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)

Die Loge lehnt sich architektonisch an eine früher dort befindliche Wachstube an. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und später abgetragen. Der Neubau wurde mithilfe eines historischen Fotos geplant. Zusätzlich wurde als Sicherheitsmaßnahme eine Polleranlage installiert, wie sie bereits bei den anderen Toren des Schlossparks zum Einsatz kommt.

650.000 Euro Projektkosten
Das Engelstor wird künftig zu den Parköffnungszeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Einsatzfahrzeuge geöffnet sein. Die Projektkosten wurden mit 650.000 Euro beziffert. Sie werden von der Schönbrunn Group, dem Tiergarten Schönbrunn und dem KHM-Museumsverband getragen. Die Portierloge wird von den Bundesgärten besetzt.

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Es sieht so aus, als hätte es immer da gestanden, was will man mehr.

Tiergarten-Geschäftsführer Stephan Hering-Hagenbeck

„Ich habe nie verstanden, warum man vor einem Tor steht, das verschlossen ist“, sagte Tiergarten-Geschäftsführer Stephan Hering-Hagenbeck bei der Eröffnungszeremonie am Dienstag. Er zeigte sich auch mit dem neuen Empfangsgebäude zufrieden: „Es sieht so aus, als hätte es immer da gestanden, was will man mehr.“ Schloss-Chef Klaus Panholzer lobte die Kooperation zwischen den einzelnen Partnern und verwies auf die jahrzehntelange Vorgeschichte. Denn Forderungen, das Tor für die Allgemeinheit zu öffnen, gab es immer wieder.

„Kürzere und sicherere Wege“
Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl (ÖVP) und der dritte Landtagspräsident Gerhard Schmid (SPÖ) freuten sich ebenfalls, dass das Engelstor nun durchschritten werden kann. „Der neue Zugang schafft kürzere und sicherere Wege zum Schlosspark und zum Tiergarten“, hob Zinkl hervor.

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