Sorgt für Gerüchte

US-Militärflugzeug landete auf Flughafen in Moskau

Außenpolitik
25.08.2026 17:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Militärtransportflugzeug der US-Luftwaffe ist am Dienstagmorgen am Flughafen Moskau-Wnukowo gelandet. Der Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA soll an Bord gewesen sein – der Zweck der Mission gibt allerdings Rätsel auf. 

Bei der Maschine handelte es sich um eine Boeing C-17A Globemaster III der Air Force, wie unter anderem die Plattform Flightradar24 berichtet. Das Flugzeug war von Riga gestartet, wo es seit Sonntag stand, und war demnach kurz nach 10 Uhr in Moskau gelandet. 

Flightradar24 veröffentlichte die Flugroute des Transportflugzeuges:

Kreml dementiert Kenntnis über Landung
Zuvor soll das Militärflugzeug am Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews im US-Bundesstaat Maryland stationiert gewesen sein. Die Hintergründe der Mission sind noch unklar: So erklärte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow gegenüber russischen Medien, dass er habe keine Informationen über die Ankunft des Fliegers habe. 

Der Landeanflug des Flugzeugs wurde gefilmt:

Auch die USA gaben bislang keine Informationen heraus. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Transportmaschine, die Truppen, gepanzerte Fahrzeuge oder Hubschrauber über große Distanzen von A nach B bringen kann. Aber auch für diplomatischen und behördlichen Transport werden die Maschinen eingesetzt. 

Nach der Landung des US-Flugzeugs soll auch ein Konvoi von Diplomatenfahrzeuge aus den USA durch die Moskauer Innenstadt gefahren sein. Videos, die auf der Kurznachrichtenplattform X kursieren, zeigen Wagen, die von der Polizei begleitet werden. 

Es soll sich laut Medienberichten um das erste derartige Flugzeug handeln, das seit 2017 in Moskau gelandet ist. Es kursieren Gerüchte, dass es sich bei der Mission um einen möglichen Besuch aus dem US-Verteidigungsministerium handeln könnte. Weiters wird spekuliert, dass neue diplomatische Kontakte mit Russland vorbereitet werden könnte – möglicherweise, um Druck auf den Iran ausüben zu können.

CIA-Direktor soll nach Moskau geflogen sein
Laut CBS News soll CIA-Direktor John Ratcliffe an Bord des Transportflugzeugs gewesen sein – er habe zumindest ein Treffen in Moskau gehabt, wird in Berufung auf Insider berichtet. Mit wem er konkret reden möchte, war zunächst unklar. Am Dienstagabend hob das US-Flugzeug nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass wieder in Richtung Riga ab.

Hintergrund könnten neuerliche russische Drohungen mit einer Eskalation im seit 2022 währenden Krieg gegen die Ukraine sein. Kremlchef Wladimir Putin sprach am Samstag von der durch Kiew mit Angriffen auf das russische Hinterland geöffneten „Büchse der Pandora“. Allerdings hatte der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, bereits zuvor ein persönliches Treffen mit Ratcliffe nicht ausgeschlossen. Die Geheimdienstler führten seit 2025 mehrfach Telefongespräche.

Zuletzt war 2021 ein Chef des Auslandsgeheimdienstes in Russland. William Burns traf sich damals mit hochrangigen russischen Beamten, um vor einer Invasion der Ukraine zu warnen. Auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin soll Burns persönlich gesprochen haben.

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