Wechsel von UNO zu Uni

Baerbock wird Professorin für „Global Leadership“

Außenpolitik
25.08.2026 07:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Anschluss an ihren Posten als Präsident der UNO-Generalversammlung bleibt die deutsche Ex-Außenministerin Annalena Baerbock in New York. Sie übernimmt eine Lehrtätigkeit an der Columbia-Universität – als Professorin für „Global Leadership“.

Zusätzlich wird Baerbock ab Herbst Co-Direktorin des Masterprogramms „Master of Public Administration in Global Leadership“, wie es aus informierten Kreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur hieß. Der mehrjährige Posten sei dabei eine praxisorientierte Professur, keine klassische Forschungsprofessur. Das Programm richtet sich laut der Universität an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung.

Untergehen als Befreiung
Baerbocks einjähriges Amt als Präsidentin der UNO-Generalversammlung endet offiziell am 8. September. Ihr Nachfolger wird Khalilur Rahman aus Bangladesch. Baerbock hatte bereits in der Vergangenheit gesagt, sich in New York wohlzufühlen und es zu genießen, in der Vielfalt der Stadt „unterzugehen“ – „und für mich ist das ehrlich gesagt auch manchmal sehr befreiend“, hatte sie kurz nach ihrem Amtsantritt in New York gesagt.

Großer Zuspruch
Baerbock war im Juni 2025 mit überwältigender Mehrheit auf den Posten der Präsidentin der UNO-Vollversammlung gewählt worden und hatte diesen Anfang September angetreten. Sie ist erst die fünfte Frau, die der Generalversammlung vorsteht.

Ihre Amtszeit war geprägt von internationalen Krisen und zunehmenden Spannungen im multilateralen System. Baerbock setzte sich für eine Reform und Stärkung der Vereinten Nationen ein und machte sich für Frauenrechte, Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung stark.

Will Frau an UNO-Spitze
Weitere Schwerpunkte waren der internationale Umgang mit künstlicher Intelligenz und die Suche nach einem Nachfolger für UNO-Generalsekretär António Guterres. Dabei forderte sie wiederholt ein transparentes und inklusives Auswahlverfahren und warb dafür, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen.

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