Patientin ausgesperrt
Frau nach Angriff Tausender Feuerameisen gestorben
Eine Alzheimer-Patientin aus den USA ist nach dem Angriff unzähliger Feuerameisen gestorben: Die ältere Dame war unbemerkt aus einer Pflegeeinrichtung ausgebüxt – wenige Stunden später wurde sie mit Ameisenbissen übersät aufgefunden. Trotz des furchtbaren Anblicks rief das Pflegepersonal weder Krankenwagen noch informierte die Familie – rund zwei Wochen später starb die 83-Jährige.
Shelba Catterton war am Abend des 23. Juli offenbar durch eine ungesicherte Türe gegangen und wurde draußen von den Ameisen angegriffen. „Sie hat Beulen am ganzen Rücken, im ganzen Gesicht, es sieht ziemlich schlimm aus“, erklärte ein Pfleger schließlich in einem Notruf, der fast zwei Tage später abgesetzt wurde. „Sie wurde regelrecht aufgefressen.“
Tochter bestand auf Verlegung ins Krankenhaus
Doch die Pfleger hätten nach dem Vorfall nicht aus eigenen Stücken den Notruf gewählt – erst 38 Stunden danach, als die Tochter der 83-Jährigen einen Besuch abstattete, bestand diese darauf, dass die Patientin in ein Krankenhaus gebracht wurde. „Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie entsetzt ich war“, erklärte Cattertons Tochter Jan Buice gegenübe US-Medien. „Niemand sollte so etwas durchmachen müssen.“
Patientin war „allein und im Dunkeln“ ausgesperrt
Die Familie erhebt nun schwerwiegende Vorwürfe gegen die Einrichtung. „Shelba – 83 Jahre alt, nonverbal und an fortgeschrittener Alzheimer-Demenz leidend – ging unbemerkt und unbeaufsichtigt durch die offene Tür hinaus. Sie war dann ausgesperrt, allein und im Dunkeln“, heißt es in der Klage gegen das Seniorenwohnen Harmony. Laut Anklage konnte sie weder schreien noch die Ameisen abschütteln.
Sie sei „über 1000 Mal gebissen“ in Gesicht, Augen, Kopfhaut Brust, Rücken und Gliedmaßen worden, hieß es weiter. Als sie schließlich ins Krankenhaus eingeliefert wurde, hätte sie noch dazu eine Unterkühlung und Lungenentzündung gehabt. Nachdem sie aufgewärmt wurde, wurde sie auf die Intensivstation verlegt.
„Shelbas Ärzte stellten ausdrücklich einen Zusammenhang zwischen den Ameisenbissen und lebensbedrohlichen Komplikationen her“, heißt es in der Anklage weiter. Die Familie klagt unter anderem wegen fahrlässiger Tötung.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 







Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.