Eltern besorgt

Mobbing in Schule und Zukunftsangst

Die Drähte glühten, das Expertenteam am „Krone“-Zeugnistelefon hatte stundenlang keine Verschnaufpause. Das bewegte Eltern am meisten: das Semesterzeugnis als Nahtstelle für die Zukunft und persönliche Probleme mit einzelnen Lehrern. Krasse Vorwürfe von Mobbing oder Fehlverhalten werden sofort geprüft!

Wie in einer Hauptschule im Großraum Linz, wo ein 14-Jähriger als Sündenbock herhalten muss und „richtig gemobbt wird“, wie die Mutter sagt. Diesen Fall wird Schulpräsident Fritz Enzenhofer ebenso genau unter die Lupe nehmen wie jenen in einer Linzer Volksschule, wo die Lehrerin einen 10-Jährigen „nicht mag und ihm aufsitzt“.

Ebenfalls eine oft vorgetragene Sorge: Das Semesterzeugnis in den vierten Klassen Volks- und Hauptschule ist die Nahtstelle für den weiteren Bildungsweg. Und da können schlechte Noten alles verbauen, wird befürchtet. „Nicht ganz“, betonen die Experten: Entscheidend ist die Note im Jahreszeugnis. Viel beklagt wurde auch vergiftete Gesprächsbasis zwischen Schule und Elternhaus: Da muss der Bezirksschulinspektor eingreifen.

Eine Mutter aus dem Bezirk Linz-Land kritisiert den Druck bei der Einstufung in Hauptschul-Leistungsgruppen und machte einen Vorschlag, der Landesschulinspektor Günther Vormayr begeistert, den er gleich einführen will: Weil Eltern bei Hausübungen ja meist helfen, sollte man mit regelmäßigen Fragebögen den tatsächlichen Wissensstand der Kinder testen! Und: „Es gibt schlechte Lehrer. Aber auch gute, und die verdienen einmal Lob!“

Mehr über das Krone-Zeugnistelefon lesen Sie in den nächsten Tagen.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 17. Mai 2021
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