Die Wassersituation auf den Bergen wird immer schlimmer. Die Salzburger Naturfreunde schlagen daher jetzt Alarm und wenden sich an Bundes- und Landesregierung. Die Investitionen, um ihre Schutzhütten weiter betreiben zu können, sind einfach zu hoch.
„Wir wissen nicht mehr weiter“, sagt Sophia Burtscher-Trenkler, Vorsitzende der Naturfreunde Salzburg. Schon vor Wochen musste das Happischhaus im Tennengebirge wegen Wassermangels gesperrt werden. Jetzt hat auch das Anton-Proksch-Haus in Werfenweng arge Probleme. „Wir mussten die Duschen sperren und haben auch aufgerufen, beim Toilettenspülwasser sparsam zu sein“, so die Landesvorsitzende.
Sollte sich die Lage in Werfenweng nicht verbessern, muss komplett gesperrt werden. 500 Buchungen mussten storniert werden. Am Happischhaus waren es schon 400. „Wir haben mittlerweile einen Schaden von mehr als 50.000 Euro nur in diesem Jahr.“
Wir haben heuer schon einen Schaden von mehr als 50.000 Euro. Dazu hätten wir Investitionen von 180.000 Euro.

Sophia Burtscher-Trenkler
Bild: Wild & Team Fotoagentur GmbH
Um die Berghütten für die kommenden Jahre abzusichern, sind Investitionen von 180.000 Euro in Tanks und Aufbereitungsanlagen nötig. „Das können wir uns als kleiner Verein nicht leisten“, erklärt Burtscher-Trenkler. Daher hat sich der Verein mit einem offenen Brief mit der Bitte um Unterstützung an Bundes- und Landespolitik gewandt. „Es ist ein echter Hilferuf. Ohne Gelder müssen wir weitere Hütten schließen.“
Das hätte Auswirkung. Denn wenn es keine Hütten gibt, werden auch Wege nicht mehr betreut. Das hätte auch negative Auswirkungen auf den heimischen Tourismus. Im Büro von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler heißt es dazu, dass das Land Hütten bereits massiv unterstütze.
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