Mit Batterien beladen

Lkw in Vollbrand, Südautobahn stundenlang gesperrt

Steiermark
21.08.2026 07:35
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Großeinsatz für die steirischen Feuerwehren in der Nacht auf Freitag: Auf der Südautobahn bei Ilz (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) geriet ein mit Batterien beladener Sattelschlepper in Vollbrand. Ärgerlich: Mehrere Autofahrer pfiffen auch mitten in der Nacht auf das Bilden einer Rettungsgasse.

Kurz nach Mitternacht gegen 0.30 Uhr ging bei den Feuerwehren der Alarm ein: Ein Sattelschlepper stand in Vollbrand. Wie der slowakische Fahrer angab, fiel plötzlich die Elektronik seines Lkw aus. Anschließend brach am Armaturenbrett auf der Beifahrerseite Feuer aus. Der 52-Jährige lenkte den Sattelzug sofort auf den Pannenstreifen und versuchte den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen – doch das Fahrzeug stand binnen Minuten in Vollbrand.

Großaufgebot der Feuerwehr rückte an
Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte an – darunter die FF Sinabelkirchen, die FF Obergroßau, die FF Untergroßau, die FF Hochenegg, die FF Markt Ilz sowie der Ölstützpunkt des BFV Fürstenfeld. Besonders gefährlich war die Situation, da am Hänger des Lkw mehrere Paletten Batterien geladen waren. Die Einsatzkräfte konnten den Brand aber zum Glück rasch löschen. 

Vom Lkw blieb nicht viel über.
Vom Lkw blieb nicht viel über.(Bild: Feuerwehr Sinabelkirchen)

Diesel ausgetreten
Allerdings wurde der Fahrzeugtank stark beschädigt, wodurch laut Polizei rund 200 Liter Diesel austraten. Der Kraftstoff konnte jedoch gebunden und abgepumpt werden. Eine Gefahr für die Umwelt soll nicht bestanden haben.

Die Südautobahn musste für die Dauer der Löscharbeiten in Fahrtrichtung Wien komplett gesperrt werden. Gegen 5.30 Uhr konnte die zweite Fahrspur für den Verkehr freigegeben werden – aufgrund der Bergungsarbeiten bleibt die rechte Fahrspur voraussichtlich noch bis 9 Uhr gesperrt. Der Fahrer blieb bei dem Zwischenfall zum Glück unverletzt!

Rettungsgasse funktionierte nicht
Die Freiwilligen Feuerwehren bewiesen in dieser Nacht wieder einmal ihre Kompetenz und ihren unschätzbaren Wert für die Gesellschaft. Und doch gab's bei diesem Einsatz einen großen Wermutstropfen: Wie die Feuerwehr Obergroßau mitteilte, funktionierte die Rettungskette bei der Anfahrt auf der Südautobahn überhaupt nicht – „dadurch haben wir wertvolle Minuten verloren“, ist auf ihrer Facebook-Seite zu lesen.

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