Bei der Errichtung einer großen PV-Anlage im Kühtai setzen die ausführenden Unternehmen auf elektrifizierte Geräte und kurze Wege. Unter anderem kommt ein 22 Tonnen schwerer E-Bagger zum Einsatz.
Photovoltaikanlagen sind – neben der Wasserkraft – ein zentraler Baustein, damit Tirol bis zum Jahr 2050 das Ziel der Energieautonomie erreicht, wie die „Krone“ berichtete. Eine derartige Anlage entsteht gerade im Kühtai und soll ab dem kommenden Winter so viel Strom erzeugen, wie sie rund 850 Haushalte pro Jahr benötigen würden.
Für das Projekt, das auf den Namen „Kühtai Solar“ getauft wurde, werden in Summe 3280 PV-Module auf 820 Rahmen installiert. Verankert werden sie im Boden, wozu Bohrlöcher mit einem Durchmesser von insgesamt 16 Zentimetern und einer Tiefe von bis zu 2,5 Metern notwendig sind.
Bauen im Gebirge als spezielle Herausforderung
Die Arbeit auf einer Seehöhe von 2350 Metern stellt die ausführenden Unternehmen vor ganz spezielle Herausforderungen – Stichwort Bodenverhältnisse, hohe Schnee- und Windlasten, kurze Bauzeitfenster und sensibler alpiner Lebensraum. Freilich muss auch darauf geachtet werden, dass die Baustelle keinen zu hohen umweltschädlichen Fußabdruck hinterlässt.
Hier kommt unter anderem der 22 Tonnen schwere Bagger der Firma HTB aus Arzl im Pitztal ins Spiel, der elektrisch betrieben wird. Ergänzt wird der E-Bagger mit weiteren elektrifizierten bzw. emissionsarmen Maschinen, darunter auch eine eigens speziell entwickelte Bohreinheit.
Weniger Lärm und weniger Emissionen für die Umwelt
Die E-Geräte sorgen nicht nur für eine deutliche Reduzierung der Emissionen, sondern auch für weniger Lärm auf der Baustelle, was neben den Arbeitern auch der Tierwelt zugutekommt. Für den Transport und die Montage des Materials setzt HTB laut eigenen Angaben auf „möglichst kurze Transportwege und effiziente Arbeitsabläufe“.
„Die Energiewende benötigt auf der einen Seite innovative Anlagen. Sie braucht auf der anderen Seite aber ebenso neue Antworten darauf, wie diese Anlagen gebaut werden. Das Projekt „Kühtai Solar“ soll zeigen, dass moderne Ingenieurleistung, regionale Wertschöpfung und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem alpinen Raum miteinander vereinbar sind“, betont Philip Haslwanter, Geschäftsführer der Kühtaier Bergbahnen.
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