„Wir sind zu San Marino geworden“: Nach der 0:7-Heimblamage gegen England in der Nations League am Samstagabend geht die kroatische Presse mit dem Nationalteam um Luka Modric hart ins Gericht.
„Das ist eine unnatürliche, inakzeptable Katastrophe! Nicht, dass wir nicht zur Elite gehören würden, wir sind zu San Marino geworden. Die Träume vom Viertelfinale sind geplatzt, das Aufwachen ist schmerzhafter als nach 20 Bieren“, resümierte „Jutarnji List“.
„Index-hr“ hob den kroatischen Tormann hervor: „Immerhin verhinderte Dominik Livakovic, dass England in Rijeka mindestens 13 Tore erzielte.“
Harry Kane (8., 53.), Jude Bellingham (21.), Anthony Gordon (39.), Bukayo Saka (45., 68.) und Morgan Rogers (87.) trafen für die Gäste, die noch weitere Chancen liegen ließen. England hält nach drei Partien bei sechs Zählern, die Kroaten bei drei.
Das Spiel im Stadion Rujevica fand vor ungewöhnlicher Kulisse statt. Nach rassistischen Beleidigungen kroatischer Fans im Nations-League-Viertelfinale gegen Frankreich im März 2025 hatte die UEFA eigentlich einen kompletten Zuschauerausschluss verhängt. Allerdings lud der kroatische Verband mehrere tausend Kinder und Jugendliche ein, die das Spiel kostenlos verfolgen durften. Das UEFA-Regelwerk erlaubt eine solche Maßnahme ausdrücklich. Auch rund 100 englische Fans waren im Stadion.
Modric: „Ich schäme mich wirklich“
„Vom Ersten bis zum Letzten: Keiner ist weniger schuld als der andere“, sagte nach dem Match Kapitän Luka Modric. „Es ist unfassbar, auf welche Weise wir verloren haben, wie wir unser Ansehen verspielt haben. Wir haben das ganze Spiel ohne Aggressivität, ohne Zusammenhalt und ohne ein einziges Foul gespielt. Ich schäme mich wirklich.“
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