02.11.2014 11:50 |

Jet zerbrach im Flug

Dieser Pilot starb für Bransons Weltall-Traum

Es sei ein "in-flight break up" gewesen, berichten US-Medien, der dem Traum von privaten Ausflügen ins Weltall am Freitag einen herben Rückschlag versetzt hatte. Das "SpaceShipTwo" des Multimilliardärs Sir Richard Branson wurde demnach nach der Abkopplung vom Trägerschiff regelrecht auseinandergerissen. Der Pilot, der bei dem Unglück ums Leben kam, ist indes als Michael Alsbury (39) identifiziert worden. Der US-Amerikaner hinterlässt eine Ehefrau und zwei kleine Kinder.

"Ich habe die Liebe meines Lebens verloren, jetzt lebe ich in der Hölle", klagt die Witwe des verstorbenen Michael Alsbury in der britischen "Daily Mail". Das Ehepaar war seit zwölf Jahren verheiratet, die beiden Kinder sind jeweils unter fünf Jahren.

Seit 15 Jahren war Alsbury für das Unternehmen Virgin Galactic des britischen Investors Richard Branson tätig. Alsbury galt als ausgezeichneter Pilot, hatte 18.000 Flugstunden und zahlreiche experimentelle Flüge absolviert. Das jüngste Experiment über dem US-Bundesstaat Kalifornien kostete ihn nun das Leben.

Zu viel Risiko durch neuartige Technik?
Branson selbst sieht sich seither immer mehr in der Kritik. Zum einen sollen beim letzten Flug seines "SpaceShipTwo" laut "Los Angeles Times" sowohl ein neuartiger Treibstoff sowie ein neuer Motor getestet worden sein, was letztlich ein zu hohes Risiko gewesen sein könnte. "War die neue Technik schuld an dem Unglück?", fragt sich nicht nur die deutsche "Bild".

Zum anderen soll der 64-jährige Unternehmer nach dem tragischen Unglück behauptet haben, den getöteten Piloten nie getroffen zu haben - was allerdings unter anderem ein YouTube-Video, das angeblich aus dem Jahr 2013 stammt, widerlegen würde.

Zweiter Pilot auf dem Weg der Besserung
Während erste Augenzeugen nach dem Absturz in der Mojave-Wüste grauenhafte Szenen vorfanden - Alsbury saß offenbar noch in seinem Sitz - und der 39-jährige Pilot wohl keinerlei Überlebenschance hatte, befindet sich der zweite Pilot offenbar auf dem Weg der Besserung.

Peter Siebold (43), der sich mit einem Fallschirm retten hatte können, habe lediglich eine Schulterverletzung davongetragen. Siebold habe sich einer Operation unterzogen, sei wach und rede bereits mit seiner Familie, meldete Virgin Galactic.

Man konzentriere sich nun auf die Unterstützung der Familien der beiden Piloten sowie aller Angestellten, hieß es seitens des Raumfahrtunternehmens. Außerdem bemühe man sich, den Behörden bei der Aufklärung des Unglücks zu helfen.

"Weltall ist hart, aber lohnt sich"
Boss Branson hatte bereits klargestellt, dass es nicht infrage komme, den Traum von privaten Flügen ins Weltall aufzugeben. 700 Tickets um je 200.000 Euro sollen ja bereits vorab gebucht worden sein. Branson: "Das Weltall ist hart, aber es lohnt sich."

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