29.10.2014 20:13 |

NATO alarmiert

Russlands Luftwaffe in Europa "umfangreich aktiv"

Die NATO hat "umfangreiche russische Luftwaffenaktivitäten" in Europa beobachtet. Innerhalb von zwei Tagen seien Langstreckenbomber und Kampfjets zu "Manövern" über der Nord- und Ostsee sowie über dem Schwarzen Meer im Einsatz gewesen, erklärte die Allianz am Mittwochabend in Brüssel. An vier Orten seien NATO-Flugzeuge aufgestiegen, um die russischen Maschinen abzufangen.

Laut NATO wurden am Dienstag und Mittwoch in internationalem Luftraum über der Ostsee, der Nordsee und dem Schwarzen Meer insgesamt vier Gruppen von mehreren Kampfjets und Langstreckenbombern registriert. Die Flugzeuge seien während der gesamten Dauer ihrer Flüge von Kampfjets verschiedener NATO-Staaten begleitet und von der NATO-Luftraumüberwachung verfolgt worden.

Dreimal mehr russische Jets als im Vorjahr abgefangen
Die russischen Militärmaschinen hätten teilweise keine Flugpläne an die zivilen Luftfahrtbehörden übermittelt und keinen Funkkontakt mit ihnen gehalten, was eine Gefahr für den zivilen Flugverkehr darstelle, erklärte die NATO. Seit Jahresbeginn seien russische Flugzeuge in mehr als 100 Fällen abgefangen worden, was rund dreimal mehr sei als im Jahr zuvor. Die Entsendung von Kampfjets ist Standard, wenn sich nicht identifizierte Flugzeuge dem NATO-Luftraum nähern.

Das Bündnis sprach von "ungewöhnlich umfangreichen russischen Manövern" im europäischen Luftraum. Angesichts der Ukraine-Krise zeigt freilich auch die NATO selbst seit einigen Monaten verstärkt Flagge in der Region.

Deutsche Luftwaffe sichtet acht Jets über Ostsee
Laut deutschen Medien sichtete am Dienstag alleine die deutsche Luftwaffe acht russische Kampfjets über der Ostsee. Diese seien etwa 25 Minuten lang in internationalem Luftraum gewesen, so die "Bild". Die Bundeswehr habe die Sichtungen bestätigt. Vorfälle in dieser Größenordnung kämen laut der Zeitung "nur alle paar Jahre" vor. Die Flugzeuge seien als je zwei MiG-31 "Foxhound", Su-34 "Fullback", Su-27 "Flanker" und Su-24 "Fencer" identifiziert worden.

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