Gefahr im Verzug am Montagabend im Wiener Bezirk Liesing: Austretendes Gas in einem aufgelassenen Betriebsgebäude hatte zu einem Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr geführt. Diebe hatten im Gebäude Kabel sowie Gasthermen abmontiert, weshalb über längere Zeit ungehindert Gas austreten konnte. Eine verheerende Explosion konnte gerade noch verhindert werden.
Zum Einsatz kam es kurz vor 21 Uhr in der Breitenfurter Straße. Auf Höhe Interspar kam es zu dem gewaltigen Einsatz inklusive Blaulichtlichtermeer, wie Aufnahmen eines Leserreporters zeigen.
Thermen gestohlen, Gas trat aus
Grund für das Großaufgebot: drohende Explosionsgefahr durch austretendes Erdgas, das in einem Gebäude ungehindert austrat. Die Ursache war jedoch kein willkürlich aufgetretenes Gebrechen. Vielmehr hatten sich bis dato unbekannte Täter unbefugt Zutritt verschafft und waren auf Diebeszug gegangen. Im Visier hatten die Diebe offenbar Kabel sowie Teile der Gasinstallationen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Unter anderem montierten sie sogar Gasthermen ab. Die jedoch waren noch an die Gasleitung angeschlossen.
Stromausfall als Folge
Nach der Demontage konnte daher ungehindert Gas ausströmen. Es folgte ein großräumige Sicherheitsabschaltung, die angrenzenden Gebiete wurden vom Stromnetz genommen. Etwa 1900 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom. Mehrere Stunden lang waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Wiener Netze mit „Sicherungs- und Lüftungsmaßnahmen“ im Gebäude beschäftigt.
„Am Tatort wurden umfangreiche Spurensicherungen durchgeführt“, so Polizeisprecher Philipp Haßlinger. Ermittlungen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung und Einbruchdiebstahls sind im Gange.
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