Während hierzulande immer noch brütende Hitze herrscht, ist auf der südlichen Erdhalbkugel Winter – und dementsprechend die Skisaison voll im Gange. Am Dienstag fand in Treble Cone die neuseeländische Nachwuchsmeisterschaft im Slalom statt, die mit einem Sieg des Franzosen Sacha Dimier Chambet endeten. Die große Überraschung landete allerdings auf Rang fünf.
Exakt 4,01 Sekunden – das war der Vorsprung, mit dem sich Rossignol-Pilot Finn Neururer vom SC Mutters am 20. März dieses Jahres den Slalom-Titel bei den österreichischen Meisterschaften in der S16-Klasse auf der Turracher Höhe holte. Der Höhepunkt einer vielversprechenden Karriere als Schülerläufer, die nach zwei weiteren Rennen im April Ende ging, da der Einstand in den FIS-Jugendbereich wartete.
Runderneuert in die Zukunft
Den gab der 16-jährige am Dienstag in Neuseeland. Allerdings unter komplett veränderten Rahmenbedingungen: unter deutscher Flagge, auf Skiern aus Marcel Hirschers Van Deer-Skischmiede und als Mitglied des Skiclub Partenkirchen. Da der Innsbruck geborene und aufgewachsener Neururer dank seiner Mutter auch über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt und Nationenwechsel vor dem ersten FIS-Rennen keiner Zustimmung des abgebenden Verbandes – in diesem Fall der ÖSV – bedürfen, war dieser Transfer problemlos möglich.
Sensationelle Laufbestzeit
Leider, zumindest aus rot-weiß-roter Sicht! Denn gleich beim ersten Rennen bewies Neururer, der auch ein ausgezeichneter Turner ist, dass er auch den Vergleich mit deutlich älteren und erfahreneren Slalom-Spezialisten nicht scheuen muss. In Treble Cone qualifizierte er sich mit der hohen Startnummer 52 problemlos für den zweiten Durchgang, wo er dann erst so richtig sein Talent aufblitzen ließ. Mit absoluter Bestzeit – 0,78 Sekunden schneller als sein erster Verfolger – schob sich der Youngster noch auf Endrang fünf vor und schrieb gleich exzellente 48,18 FIS-Punkte an. Österreicher war übrigens keiner am Start...
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