Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit unterliegen starken Schwankungen, wie der aktuelle Bericht zur Lage der Bauern erläutert. Diversifizierung lautet ein Zauberwort.
Die Erzeugung des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs betrug im Jahr 2024 in Tirol 898,8 Millionen Euro und war damit um 1,8 Prozent höher als im Vorjahr. Der größte Anstieg war bei nicht-landwirtschaftlichen Nebentätigkeiten (+38%) zu verzeichnen. Diese setzen sich aus den Teilbereichen Urlaub am Bauernhof (9,3%), Direktvermarktung (5,1%) und landwirtschaftliche Nebenbetriebe (0,7%) zusammen.
Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie wäre ein wichtiger Schritt für mehr Verständnis und Wertschätzung der heimischen Landwirtschaft.
Aus dem Analysebericht des Landes zur Tiroler Landwirtschaft 2025
Mit Stichtag 1. Dezember 2025 gab es in Tirol 7655 Rinder haltende Betriebe mit insgesamt 181.408 Tieren. Das Jahr 2025 brachte eine rekordverdächtige Marktpreisentwicklung in allen tierischen Bereichen.
Appell an die heimische Gastronomie
Ein verstärkter Einsatz von heimischer Ware in der Gastronomie könne in einer so starken Tourismusregion den heimischen Markt weiter beleben, heißt es im aktuellen Bericht zur Lage der Tiroler Landwirtschaft.
Milchmenge gestiegen, Preis gesunken
Im Jahr 2025 haben in Tirol 3625 Milchbäuerinnen und Milchbauern 66.259 Milchkühe gehalten und 377.964 Tonnen Milch produziert – ein Plus von 2,3%. Auch die durchschnittlich angelieferte Milchmenge je Betrieb ist auf 104.265 Kilogramm pro Jahr gestiegen. In der Folge ist der Milchpreis 2025 gesunken, 58 Betriebe gingen deswegen verloren. Im Bundesländervergleich hat Tirol die kleinste Milcherzeugerstruktur.
Landwirtschaftliche Einkünfte reichen kaum aus
Insgesamt zeigt sich: „Die landwirtschaftlichen Einkommen unterliegen deutlichen Schwankungen, die vor allem durch volatile Marktpreise, steigende Betriebsmittelkosten sowie witterungsbedingte Einflüsse geprägt sind.“ Die Einkünfte aus land- und forstwirtschaftlicher Tätigkeit allein reichten in vielen Fällen nicht aus, um ein stabiles Gesamteinkommen zu sichern. Besonders in Berggebieten wirken sich natürliche Standortnachteile direkt auf die Einkommenslage aus. Durch Nebenerwerb, Tourismus oder Direktvermarktung sei es gelungen, die wirtschaftliche Basis zu verbreitern.
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