Tour per App

Wandergruppe musste von Polizei gerettet werden

Oberösterreich
09.08.2026 09:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Selbstüberschätzung und das blinde Vertrauen in eine App sorgten am Wochenende wieder für einen Einsatz in den Bergen. Eine vierköpfige Gruppe aus Tschechien war am Traunstein in Not geraten und am Ende erschöpft. Sie mussten gerettet werden.

Am Samstagmorgen stiegen vier tschechische Staatsangehörige, ein 22-Jähriger und ein 27-Jähriger sowie zwei 22-jährige Frauen, über den Naturfeundesteig zur Gmundnerhütte am Traunstein auf. Die Gruppe wollte den Traunsee-Klettersteig bezwingen. Die Tourenplanung führte sie über eine App durch. Die Bergsteiger stiegen deshalb gegen Mittag über den Hernlersteig zum Einstieg des Traunsee-Kletterseigs ab.

Steig zu anspruchsvoll
Am Einstieg bemerkten sie, dass es sich dabei um einen für die Gruppe zu anspruchsvollen Klettersteig handelt, sie wollten deshalb über den Hernlersteig in Richtung Gmundnerhütte gehen. Auf der App sahen sie den unmarkierten Zierlersteig, der knapp unterhalb der Gmundnerhütte auf den Hernlersteig trifft. Die Gruppe wollte dann über den unmarkierten Weg ins Tal absteigen.

Weg nicht gefunden
In einer Seehöhe von 1249 Meter verstiegen sich die Bergsteiger aber dann und kamen nicht mehr weiter. Zudem klagten die zwei Frauen bereits über Erschöpfungszustände. Aufgrund dieser Situation setzte der 22-Jährige gegen 19.50 Uhr den Notruf ab. Die Flugpolizei rückte an und konnte die vier retten und am Tau ins Tal fliegen.

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