Seit 25 Jahren

Hilfe aus der Luft: Jubiläum der ARA-Retter

Kärnten
09.08.2026 12:00
Porträt von Nina Loibnegger
Von Nina Loibnegger

Was mit einem Hubschrauber in Kärnten begann, ist heute eine lebensrettende Flotte von drei „fliegenden Intensivstationen“. Seit über zwei Jahrzehnten ist die ARA-Flugrettung im Einsatz. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums lädt das gemeinnützige Unternehmen zum Kirchtag aufs Nassfeld ein.

Vor 25 Jahren hat es mit einem Heli in Kärnten angefangen, heute sind drei Notarzthubschrauber vom Typ H145 von Airbus bei Tag und Nacht im Einsatz. Stationiert sind sie in Fresach (RK-1), im Tiroler Reutte (RK-2) und seit 2022 auch am Nassfeld (ARA-3). Alle drei Hubschrauber sind mit einer fix installierten Rettungswinde ausgestattet. Das ermöglicht vor allem im alpinen Gelände rasche Bergungen: Die Verletzten werden direkt in der Luft aufgenommen und der Hubschrauber kann somit ohne große Verzögerungen weiterfliegen, denn gerade in Notfällen zählt bekanntlich jede Sekunde.

Rund 350 Windenbergungen werden pro Jahr von den Einsatzkräften durchgeführt – viele davon auch ...
Rund 350 Windenbergungen werden pro Jahr von den Einsatzkräften durchgeführt – viele davon auch bei Nacht.(Bild: Tomas Kika)

Doch Notarzthubschrauber alleine können keine Leben retten. Dieser Aufgabe nehmen sich die 89 Mitarbeiter der Flugrettung an (siehe Infobox unten). Die einzelnen Crews bestehen jeweils aus Pilot, Windenoperator, Flugretter und Notarzt. Je nach Einsatz können weitere Spezialkräfte wie Bergretter, Fachärzte oder Intensivpfleger hinzukommen. 

Daten & Fakten
ARA Flugrettung

Die ARA Flugrettung (2001 in Kärnten gegründet) betreibt in Österreich drei Stützpunkte: Fresach, Nassfeld sowie Reutte (Tirol).

Die Notarzthubschrauber RK-1, RK-2 und ARA-3 heben durchschnittlich zu 2145 Einsätzen im Jahr aus.

Helikopter-Typ: H145 von Airbus mit fix installierter Rettungswinde

89 Mitarbeiter: 9 Piloten, 9 Windenführer, 36 Notärzte, 23 Flugretter und 12 Mitarbeiter in der Verwaltung sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

 

Mehr als 2000-mal im Jahr sind sie dafür mit ihren „fliegenden Intensivstationen“ im Einsatz. Am häufigsten rücken sie wegen Sport- und Freizeitunfällen aus.

ARA-Geschäftsführer Thomas Jank ist stolz auf die Leistung seines Teams:„Man kann durchaus behaupten, die ARA ist so etwas wie der natürliche Feind des Schicksals. Leider können wir nicht verhindern, dass es zuschlägt. Aber in vielen Fällen können wir vereiteln, dass es mit voller Wucht zuschlägt und Menschenleben retten.“

Jubiläum wird mit Kirchtag am Nassfeld gefeiert
Abseits der ganzen Einsätze ist am 22. August erstmal Feiern angesagt. Beim Kirchtag auf der Watschiger-Alm am Nassfeld können sich ARA-Freunde ab 9.30 Uhr auf eine ausgelassene Stimmung mit Livemusik und einem bunten Rahmenprogramm freuen.

Der Höhepunkt am Kirchtag ist der Demo-Flug eines Notarzthubschraubers mit einer Windenbergung. Pünktlich zum besonderen Jubiläum macht sich das Unternehmen außerdem selbst ein Geschenk: Ab sofort sind alle Einsätze mit einem digitalen Notarztprotokoll ausgestattet. Möglich gemacht wurde das mithilfe der Software HeliDoc der Kärntner Firma NoxAvis.

Die leitende Notärztin der ARA-Flugrettung, Nina Becker, freut sich über diese Erweiterung: „Die Dokumentation und die Kommunikation mit dem aufnehmenden Krankenhaus erfahren eine substanzielle Optimierung. Unsere Crews werden im Einsatz spürbar entlastet, Krankenhäuser erhalten wichtige Informationen früher und können sich gezielter vorbereiten. Das macht die Versorgungskette effizienter. Und davon profitieren letztlich unsere Patienten.“

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