Einfuhren steigen

Energieimport treibt Österreichs Handelsdefizit an

Wirtschaft
07.08.2026 15:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreichs Außenhandel ist im Mai leicht gewachsen. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent auf 15,68 Milliarden Euro. Die Importe legten um 1,1 Prozent auf 16,32 Milliarden Euro zu. Grund dafür waren vor allem höhere Energieimporte.

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Energieeinfuhren aus. Ihr Wert erhöhte sich im Mai um 34,4 Prozent. Verantwortlich waren hierfür hauptsächlich Erdöl und Erdölerzeugnisse, bei denen der Einfuhrwert um 49,0 Prozent stieg, während die importierte Menge um 14,7 Prozent abnahm. Auch bei Gas gab es einen Anstieg des Einfuhrwertes um 17,6 Prozent.

Bei sonstigen Fertigwaren gingen die Importe um 1,6 Prozent zurück. Zuwächse gab es hingegen bei Maschinen und Fahrzeugen mit plus 4,4 Prozent sowie bei bearbeiteten Waren mit plus 4,7 Prozent. Diese Produktgruppen zählen gemeinsam mit chemischen Erzeugnissen und sonstigen Fertigwaren zu den wichtigsten Bereichen des österreichischen Außenhandels.

Minus bei Maschinen und Fahrzeugen
Bei den Exporten sorgten vor allem chemische Erzeugnisse für ein Plus. Sie legten um 11,9 Prozent zu. Maschinen und Fahrzeuge verzeichneten hingegen ein Minus von 3,2 Prozent. Insgesamt ergab sich im Mai eine negative Handelsbilanz von 0,64 Milliarden Euro. 

Im Handel innerhalb der EU blieb die Bilanz mit 0,04 Milliarden Euro knapp positiv, mit Drittstaaten ergab sich laut Statistik Austria im Mai eine negative Handelsbilanz von 0,67 Milliarden Euro.

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