Seit Anfang 2023

Lebensmittelpreise auf höchsten Stand geklettert

Wirtschaft
07.08.2026 14:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die weltweiten Lebensmittelpreise sind im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren geklettert. Das habe unter anderem mit ungünstigen Wetterbedingungen sowie der Eskalation von Kriegen zu tun, teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am Freitag mit.

Der Getreidepreisindex stieg im Juli um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dieser wurde vor allem von einem Sprung der Weizenpreise (um 5,8 Prozent) angetrieben. Der Index für Pflanzenöl und die Zuckerpreise stiegen ebenfalls. Palm- und Sojaöl wurden laut der FAO wegen höherer Rohölpreise und einer stärkeren Nachfrage nach Biodiesel teurer. Raps- und Sonnenblumenöl seien hingegen billiger geworden. Darüber hinaus fielen die Fleischpreise um 2,8 Prozent im Vergleich zum Juni, auch Molkereiprodukte verbilligten sich etwas (um 0,7 Prozent).

Laut FAO sorgen die Kriege im Iran und in der Ukraine sowie das Wetterphänomen El Niño für höhere Kosten und gleichzeitig geringere Ernteerträge. In Österreich gibt es in diesem Jahr massive Ernteausfälle bei Getreide, Erdäpfeln, Soja, Zuckerrüben und Kürbis. Die Getreideproduktion ohne Mais ist laut Agrarmarkt Austria (AMA) im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent zurückgegangen.

Dürre-Paket in Arbeit
Wenn Österreich das landwirtschaftliche Produktionsniveau aufrechterhalten wolle, dann brauche es zusätzliche oder effizientere Bewässerung, und Acker- sowie Wiesenflächen dürften nicht durch die Umwandlung in Siedlungs-, Industrie- und Verkehrsflächen verloren gehen, sagte WIFO-Agrarökonom Franz Sinabell. 2026 könnte das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden.

Wie berichtet, arbeitet die Bundesregierung aktuell mit den Bundesländern an einem Dürre-Hilfspaket für Landwirtinnen und Landwirte. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) versprach „eine Kompensation der Schäden“. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) will den „Bedarf zusätzlicher Mittel“ auf der Basis tatsächlicher Schäden prüfen. Details, wie dieses Paket aussehen soll, wurden bisher nicht präsentiert.

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