Im zweiten Quartal 2026 sind die Firmenpleiten in Österreich zurückgegangen – und zwar um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt bleibe das Niveau aber „historisch hoch“, teilte die Gläubigerschutz-Organisation Creditreform mit.
Am stärksten betroffen sind aktuell der Dienstleistungsbereich, der Handel und die Baubranche. Bei den Finanzdienstleistungen/sonstigen Dienstleistungen fielen im zweiten Jahresviertel 489 Insolvenzen an, im Handel waren es 262 und im Bau 260. Vergleichsweise wenige Pleiten verzeichneten hingegen die Sachgütererzeugung (94) und der Bereich Information und Kommunikation (61).
Im Jahresvergleich gab es den stärksten Zuwachs in Vorarlberg (plus 37,5 Prozent), gefolgt von Kärnten (plus 13,3 Prozent). Deutlich weniger Insolvenzen gab es hingegen in Tirol (fast minus 40 Prozent) und Salzburg (minus 17,9 Prozent). Die Insolvenzquote ist überhaupt in Tirol am niedrigsten, die höchste hat Wien. Laut der Organisation Creditreform gingen die Konkursverfahren deutlich zurück, während die Sanierungsverfahren zunahmen.
Weniger neue Registrierungen
Laut Statistik Austria wurden im Jahresvergleich weniger Firmen neu registriert. Das Minus betrug im zweiten Quartal 2026 11,1 Prozent. Im Unterschied zu einer Unternehmensgründung ist die Registrierung Teil eines Verwaltungsverfahrens und als Absichtserklärung zu verstehen. Damit muss also nicht zwingend eine wirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen werden. „Dennoch sind Registrierungen ein wichtiger Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung“, teilte Statistik Austria am Freitag mit. Die meisten Registrierungen hat es demnach im Bereich Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen (4786), bei persönlichen Dienstleistungen (3167) und im Handel (2707) gegeben.
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