Mit 27 Gesundheitszentren ist die Steiermark österreichweit im Spitzenfeld. Noch im Oktober folgen drei weitere Standorte – und auch für das nächste Jahr gibt es schon Konkretes. Bald könnte zudem die Spitalsgesellschaft Kages eigene Zentren führen.
Zur jüngsten Eröffnung kam sogar der Vizekanzler: Andreas Babler war am 1. Juli in Hart bei Graz, als Stephanie Poggenburg und Julia Großmann ihr Primärversorgungszentrum „Härz für Hart“ in Betrieb nahmen. Mit Johanna Münch ist eine dritte Allgemeinmedizin an Bord, dazu kommt Beratung durch Pflegekräfte, Psycho-, Physiotherapie, Diätologie sowie eine Hebamme. 40 Stunden in der Woche hat man eröffnet, der Schwerpunkt auf die Betreuung chronisch mehrfach erkrankter Patienten bleibt. „Ziel ist es, möglichst viele Dinge in der Primärversorgung abzuklären und fallabschließend zu behandeln“, sagen die Ärztinnen.
Damit gibt es bereits 27 Gesundheitszentren in der Steiermark, darunter zwei für Kinder. Obwohl die Pioniere in Mariazell unter hohen Nachforderungen der ÖGK und Finanz leiden, wird das Modell immer weiter ausgerollt. Die Steiermark ist österreichweit in einer Vorreiterrolle.
Drei neue Gesundheitszentren ab Oktober
Die nächsten drei Standorte stehen bereits fest: Jeweils am 1. Oktober eröffnen laut Gesundheitsfonds die Primärversorgungszentren Lieboch, Laßnitzhöhe und Fürstenfeld. Überall werden Öffnungszeiten und Leistungsangebot ausgeweitet und zusätzliche Berufsgruppen ins Team geholt.
Für die nächsten beiden Jahre fixiert sind die Standorte Bruck an der Mur, Gleinstätten und Bad Mitterndorf. In Bruck sind die Allgemeinmedizinerinnen Sandra Fuchs (sie nimmt ihre gesamten bisherigen Patienten mit) und Teuta Latifi für den Aufbau verantwortlich. Der Standort in der Grazerstraße bei der südlichen Stadteinfahrt wurde bewusst gewählt, in diesem Bereich gibt es schon zahlreiche Fachärzte, Therapie-Angebote und die ambulante Rehabilitation. Zum Team des Gesundheitszentrums gehören auch Physiotherapeuten, Hebammen, Psychologen, eine Logopädin sowie Experten für Diabetes- und Wundmanagement. Start: Jänner 2027.
Kages könnte erstmals Betreiber sein
Weit fortgeschritten sind die Pläne zudem für Bad Radkersburg und Murau. In Bad Radkersburg kommt das erste rund um die Uhr geöffnete Gesundheitszentrum. Möglicher Betreiber ist, ebenso wie in Murau, die Spitalsgesellschaft Kages, die sich für die Leitung bewerben möchte.
Insgesamt 40 steirische Gesundheitszentren soll es bis 2030 geben. Vor Kurzem ließ Gesundheitsministerin Korinna Schumann aufhorchen: Sie will den Ausbau noch stärker vorantreiben und sieht Potenzial für mehr als 50 Standorte! Dem verschließt sich der Gesundheitsfonds nicht, so Geschäftsführer Michael Koren. Doch neben finanzieller Unterstützung vom Bund brauche es natürlich auch ausreichend Ärzte, die für diese Form der Ordinationen bereit sind.
Drei Facharztzentren für die Steiermark
Ebenfalls am Plan der Bundesregierung ist der Aufbau von Facharztzentren. Drei Standorte sind in der Steiermark vorgesehen: Graz, Hörgas und Lannach. Während für Graz und Hörgas noch heuer ein Beschluss möglich ist, wird jener für Lannach erst später erfolgen.
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