Der Sinkflug geht weiter: Trotz der mit Millionen geförderten neuen Flugverbindung nach Frankfurt hat der Flughafen Linz im ersten Halbjahr deutlich weniger Passagiere gezählt als im Vorjahr. Die Grünen erhöhen nun den politischen Druck und verlangen detaillierte Zahlen zur Auslastung der umstrittenen Strecke.
Bei der Anzahl der Passagiere reiht sich der Flughafen Linz in eine bundesweite Entwicklung ein: Bis auf Salzburg und Innsbruck ging die Zahl der Fluggäste an allen heimischen Airports zurück. Das zeigen Zahlen, die am Montag von der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen veröffentlicht wurden.
Am Flughafen Linz lag das Passagieraufkommen in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 93.706 Flugreisenden – also weit unter 100.000 Fluggästen. Zum Vergleich: Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 110.678 Passagiere. Das Minus beträgt also 15,3 Prozent und fällt im Vergleich mit den anderen fünf Airports am höchsten aus. Die Auslastung steigern konnten Innsbruck (656.879 Pax; plus 4,2 Prozent) und Salzburg (jetzt 962.088, plus 2,8 Prozent).
Von einer Erholung kann also keine Rede sein – weshalb die Grünen im Landtag Airport-Aufsichtsratschef und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) in die Pflicht nehmen. In einer Anfrage will die Partei alle Details zur mit 36 Millionen Euro subventionierten Linz-Frankfurt-Verbindung wissen – etwa wie viele Sitzplätze angeboten wurden und wie viele Passagiere dann tatsächlich befördert wurden.
Airport-Sprecher Ingo Hagedorn sagt zum Rückgang: „2025 hat die AUA in Kooperation mit Braathens die Strecke 21-mal wöchentlich bedient. 2026 wurde die Verbindung erst am 29. März wieder aufgenommen, das heißt, dass uns die Frankfurt-Passagiere für die Monate Januar bis Ende März fehlen.“
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